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Musik

CD-Tipp: Bad Religion - True North

Bad Religion teilen das Schicksal vieler Bands aus den Achtzigern: Sie waren Vorreiter einer Bewegung und Inspirationsquelle für unzählige andere Bands, liefen in den letzten Jahren aber oft Gefahr, von eben jenen Nachahmern überholt zu werden.

Trotzdem verteidigen die Männer um Leadsänger Greg Graffin seit über 30 Jahren wacker ihren Platz im Punk-Rock-Olymp. Auf dem 16. Studioalbum "True North" weichen Bad Religion keinen Millimeter von ihrer Linie ab und präsentieren ihren Anhängern 16 schnelle Songs zwischen zwei und drei Minuten mit zumeist eingängigen Riffs, jeder Menge backing vocals und gewohnt kritischen und politischen Lyrics.

Das erste Ausrufezeichen der neuen Scheibe kommt an dritter Stelle: "Robin Hood In Reverse" ist ein Musterbeispiel für einen Bad-Religion-Song: Aggressiv und melodisch zugleich und ein herrlich bösartiger Text mit einer feinen Hommage an die britischen Kollegen von Sham 69: "When the kids are united they can never be divided / But that was yesterday, There's a brand new sham today". Weitere Anspieltipps sind der Titeltrack "True North" oder das starke "Fuck You".

Bei 16 Nummern ist es nicht verwunderlich, dass auch der ein oder andere durchschnittliche Song dabei ist, doch es lohnt nicht, darauf herumzureiten. Bad Religion sind so etwas wie die AC/DC des Punk-Rocks. Sie spielen das, was sie können, immer und immer wieder und machen das verdammt gut.

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