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Musik

CD-Tipp: ASAP Rocky - Long.Live.ASAP.

Man kam dem Promotext nicht wiedersprechen: Das Album "Long. Live.ASAP., des New Yorker Rappers A$AP Rocky ist tatsächlich eines der heißersehntesten Hip-Hop-Alben des Jahres - die hungrige Gemeinde wartet nämlich schon seit einem Jahr drauf.

Die renommierte "Sound of 2012"-Liste vom BBC bescheinigte A$AP Rocky schon letztes Jahr den großen Durchbruch. Dann wurde das Veröffentlichungsdatum für sein Debüt immer wieder verschoben - unter anderem gab A$AP für Lana Del Reys Video zu "National Anthem" den John F. Kennedy. Momentan eröffnet er die Shows für Rihanna auf ihrer "Diamond"-Tour.

Jetzt ist das abwechslungsreiche Beatmonster, das natürlich auch zum Namedropping einlädt, endlich da. Zur Seite standen ihm berühmte Namen wie Danger Mouse oder Skrillex als Produzenten und Drake, Santigold oder Kendrick Lamar als Gastrapper. Auf der Deluxe Version des Albums kann man sogar Florence Welch in ihrer wahrscheinlich ersten Hip-Hop-Kollaboration hören. "Long. Live. A$AP." ist, wie sich das gehört, mit deepen Beats überwiegend düster ausgefallen. Es setzt auch gerne auf Slow Motion und sprengt Genregrenzen, wie sich das für einen wahren Hipster gehört, der in seiner Stilsicherheit sogar Röcke des amerikanischen Designers Rick Owens trägt. Beim Skrillex-Stück kreischen da natürlich die Sirenen, bei "1Train" sorgen die Geigen für Erhabenheit, beim dreamigen "Fashion Killer" wird es mit Synthies sogar sphärisch.

Die Single "Fucking Problems" greift mit seinem treibenden Beat und lässigem Rap sofort die Nickregion im Kopf an und hat in den USA schon vollkommen zu Recht die Charts geknackt. Außerdem ist darauf Kendrick Lamar zu hören - der Mann, der überraschend zum Hip-Hop-Star 2012 aufgestiegen ist. Wenn das kein Zeichen ist! Wahrscheinlich haben sie sich einfach abgesprochen.

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