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Formel 1

Boxenluder? Gehören dazu

Formel 1 - schnelle Autos, scharfe Kurven und natürlich die Boxenluder. Doch was macht so ein Boxenluder eigentlich? Die offizielle Aufgabe der Damen ist es, durch Logos auf der Kleidung für verschiedene Firmen zu werben.

Berlin. Außerdem haben sie eine ganz praktische Funktion: wird der Tank der Rennautos nachgefüllt, halten die Boxenluder einen Schirm über die Köpfe der Fahrer und schützen sie so vor der Sonne.

Ursprünglich kommt die Tradition der Gridgirls, wie Boxenluder auch genannt werden, aus Japan. Hier wurden schon in den 1960er Jahren Frauen in den Boxen von Autorennen eingesetzt. Hierzulande markierte Katie Price den Beginn des mittlerweile 15 Jahre alten Brauchs, als die heute 34-Jährige 1997 von der Boulevardpresse zum ersten Boxenluder ausgerufen wurde.

Katie Price hat schon vor ihrer Zeit als Boxenluder die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen. Bekannt wurde sie durch Oben-Ohne-Fotos in der britischen Boulevardzeitung "The Sun" und mehrere Brustvergrößerungen, außerdem war Joanna Moorhead, wie Price wirklich heißt, von 1997 bis 2002 wiederholt im Playboy und 2009 auch in der britischen Ausstrahlung der Serie "Dschungelcamp" zu sehen. Nach ihrer dritten Scheidung denkt die Mutter von drei Kindern laut der Onlineausgabe der britischen Zeitung "The Guardian" jetzt darüber nach, eine Schule für behinderte Kinder zu eröffnen.

Die Zeit, in der die einzige Funktion von Frauen in der Formel 1 darin bestand, spärlich bekleidet vor Zuschauern und Kameras herumzulaufen, ist laut der neuen Chefin des Formel-1-Rennstalls "Sauber" allerdings vorbei. Monisha Kaltenborn ist die erste Frau, die die Verantwortung für einen Rennstall übernimmt und damit einem ganzen Team aus Männern vorsitzt - und das in der Formel 1, der Männerdomäne schlechthin.

Auch Ex-Gridgirl Cora Schumacher, die laut der Internetplattform "Wooby" an vierter Stelle der beliebtesten Boxenluder aller Zeiten steht, hat sich für eine Kehrtwende in der Formel 1 entschieden. Seit 2004 fährt die 36-jährige Ehefrau von Ralf Schumacher eigene Mini-Challenges - und steht voll hinter ihrer neuen Arbeit. "Jetzt weiß ich, weshalb Ralf so gerne im Auto sitzt und Rennen fährt. Meine erste Testfahrt verlief schon gut, und ich fühlte mich im MINI wohl", sagte sie der Website "KFZ.net" zu Beginn ihrer Rennfahrten im Jahr 2004.

Ob Frauen allerdings tatsächlich in die Männerdomäne der Formel 1 eindringen können und wie lange es die Tradition der Boxenluder noch geben wird, ist nicht klar - machen doch gerade diese Frauen die Formel 1 für viele männlichen Zuschauer erst richtig sehenswert. spot-on