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Boris Becker

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Boris Becker findet selbstkritische Worte

Tennis-Legende Boris Becker (49) hat aus dem jüngsten Wirbel um seine finanziellen Verhältnisse gelernt.

London/Berlin. „Vielleicht habe ich auch mich als Person, meinen Namen, meine Marke unterschätzt - was alles passieren kann, wenn Fehler passieren. Das ist eigentlich die größte Lehre, die ich daraus gezogen habe“, sagte Becker in einem Interview der Zeitschrift „Gala“ (47/17).

Der Wahl-Londoner steckt mitten in einem Insolvenzverfahren. Er sei aber weder vermögenslos noch pleite, hatte Becker bereits Anfang des Monats an anderer Stelle betont. „Die Parteien nähern sich in außergerichtlichen Schlichtungsgesprächen an und sind bemüht, eine gütliche Lösung zu finden“, sagte der Tennisspieler dazu der „Gala“.

Auch sein Privatleben sei durch die Negativschlagzeilen massiv beeinträchtigt gewesen, weil er sich gegenüber Ehefrau Lilly und seinen Kindern habe erklären müssen, berichtete Becker im Gespräch mit der Illustrierten. „Ich habe mich mit allen meinen Kindern persönlich getroffen und ihre Fragen beantwortet.“

Eine Rückkehr nach Deutschland hält Becker, der seit Jahren in London lebt, für unwahrscheinlich: „Ich habe einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher.“ Er sagte im Rückblick: „Ich bin vor 50 Jahren in Deutschland geboren worden, habe die ersten 17 Jahre eine behütete und beschützte Kindheit erlebt, bis ich am 7. Juli 1985 den Matchball in Wimbledon verwandelt habe. Seitdem wird mein Name in Deutschland instrumentalisiert, im Positiven wie im Negativen.“

Von dpa