Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Boulevard Böhmermann zurück auf Sendung: Vera Int-Veen statt Erdogan
Menschen Boulevard Böhmermann zurück auf Sendung: Vera Int-Veen statt Erdogan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:50 13.05.2016
Jan Böhmermann ist wieder auf Sendung. Quelle: Ben Knabe/ZDF
Anzeige
Köln

Moderator Jan Böhmermann (35) hat in der ersten Sendung nach seiner Fernsehpause den Wirbel um sein Erdogan-Gedicht nur am Rande thematisiert.

In der neuen Folge "Neo Magazin Royale", die am Donnerstag in in der ZDF-Mediathek veröffentlicht wurde, stand eine angebliche satirische Aktion gegen den Privatsender RTL im Mittelpunkt. Böhmermann behauptete, einen falschen Kandidaten in die Sendung "Schwiegertochter gesucht" von Moderatorin Vera Int-Veen eingeschleust zu haben.

"Kann es sein, dass irgendjemand einen gefälschten Kandidaten bei "Schwiegertochter gesucht" eingeschmuggelt hat?", fragte Böhmermann mit gespielter Überraschung - um danach mit der vermeintlichen Auflösung um die Ecke zu kommen. In einem langen Einspieler zeigte er, wie er eine Wohnung angemietet und zwei Schauspieler angeworben haben will - die sich als Vater und Sohn ausgegeben hätten. In dem Einspieler war dann zu sehen, wie der Dreh für die RTL-Show vorbereitet worden sein soll. Zum Hashtag des "Neo Magazin Royales" kürte er "#Verafake" - in Anlehnung an seine bekannte "Varoufake"-Satire.

Bei RTL hieß es am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir werden uns die Sendung anschauen und bei Bedarf mit dem Produzenten austauschen." Danach wolle man das kommentieren. Int-Veens Managerin wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht äußern.

Den Wirbel um sein Erdogan-Gedicht griff Böhmermann immer mal wieder in Anspielungen auf, ohne sich direkt damit auseinanderzusetzen. Ende März hatte der Satiriker in der Sendung ein derbes Gedicht über den türkischen Präsidenten vorgelesen - um den Unterschied zwischen erlaubter Satire und verbotener Schmähkritik zu zeigen, wie er sagte. Erdogan geht dagegen rechtlich vor. Böhmermann hatte seine Sendung in all dem Wirbel pausieren lassen.

Anspielungen gab es etwa im ersten Teil der Show. Böhmermann hatte seine Zuschauer gegen eine Belohnung aufgerufen, Witze einzureichen und trug auch einige vor. In Anspielung auf den Strafrechtsparagrafen 103 hatte er dafür 103 Euro ausgelobt. Er wolle keine eigenen Witze bringen. "Auf dieser Sendung ist viel Druck", sagte er. Mit Gags habe er schlechte Erfahrungen gemacht. "Oft verstoßen Gags gegen die Menschenwürde."

Bei einem Witz über den "türkischen Präsidenten" sagte Böhmermann mit bewusst gequälter Lache: "Der versteht den Spaß". Im Einspieler zum angeblichen "Verafake" sagte Böhmermann: "Wir vom "Neo Magazin Royale" - das ist jetzt mittlerweile weltweit bekannt -, wir sind die Sendung, die mit Straftaten nichts zu tun hat."

Im Gespräch mit Show-Gast Gregor Gysi (68) merkte Böhmermann dann an: "Ich halte mich so ein bisschen fern aus der Politik zurzeit". Der Linke-Politiker sprach das Erdogan-Gedicht allerdings offen an. Böhmermann hielt sich währenddessen aber zeitweise die Ohren zu. Und sagte irgendwann zu Gysi: "Wir wechseln jetzt mal das Thema."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Abba-Sänger Björn Ulvaeus (71) und Benny Andersson (69) können sich nicht vorstellen, Songs für Kandidaten beim Eurovision Song Contest zu schreiben. "Wir haben nie das Bedürfnis gehabt", sagte Ulvaeus der Deutschen Presse-Agentur.

12.05.2016

Schauspielerin Julia Roberts (48) wird offenbar schnell ungeduldig.

Als sie am Donnerstag beim Filmfest Cannes gefragt wurde, ob sie auch mal als Regisseurin arbeiten wolle, sagte sie: "Ich kenne meine intellektuellen Grenzen und die Grenzen meiner Geduld.

12.05.2016

Schauspieler George Clooney (55) glaubt nicht, dass Donald Trump der nächste US-Präsident wird. "Es wird keinen Präsidenten Donald Trump geben", sagte Clooney ("Gravity", "Hail, Caesar!") am Donnerstag beim Filmfestival Cannes.

12.05.2016
Anzeige