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Digital

Blackberry kämpft sich zurück

Als Sabine Christiansen im Jahr 2004 ein Blackberry-Exemplar als zeitliche Leihgabe erhielt, verliebte sie sich sofort in den Technik-Knirps. Fünf Jahre später war die vielbeschäftigte Moderatorin dem Blackberry dann komplett verfallen.

Nur an zwei Tagen in der Woche habe es auch mal Sendepause, verriet sie damals der Bildzeitung. "Am Wochenende bleiben Blackberry und E-Mails in der Schublade", so die damals 51-Jährige. Das sei ihr einfaches, aber wirkungsvolles Rezept gegen Stress.

Seitdem sind einige Jahre vergangen und mit der Zeit wurde es immer ruhiger um den damals noch unter dem Namen "Research in Motion" firmierenden Blackberry-Konzern - zu ruhig, um genau zu sein. Die Umsätze und Absatzzahlen brachen ein, kaum jemand rechnete damit, dass das Unternehmen überleben würde. Doch obwohl es bereits totgesagt wurde, ist es Blackberry laut eines Berichts der Tageszeitung "Bild" nun gelungen, sich im Kampf gegen die unmittelbare Konkurrenz Apple und Samsung etwas Luft zu verschaffen.

Im vierten Geschäftsquartal wurden eine Million Stück des Hoffnungsträgers Blackberry Z10 verkauft. Dieser Erfolg gibt der Firma neue Hoffnung. Zudem konnten Kosten gesenkt und der Vertrieb verbessert werden, was dazu führte, dass die Nordamerikaner sogar in den drei Monaten bis zum 2. März wieder Gewinne einfahren konnten. Ganze 98 Millionen Dollar verdiente der Konzern. 12 Monate zuvor hatte er noch mit einem 125-Millionen-Dollar-Loch zu kämpfen. Zwar kann noch keine Entwarnung gegeben werden, aber es scheint, als ließe sich der Smartphone-Pionier nicht so leicht unterkriegen. Wie heißt es doch so schön: Totgesagte leben länger.

(me/spot)