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BioShock Infinite: Bestnoten über den Wolken

Die ersten beiden Ableger der Bioshock-Serie zählen bereits zu Meilensteinen des Shooter-Genres. Die Titel setzen sich offensiv mit verschiedenen philosophischen Lehren und deren gescheiterter Umsetzung auseinander und offenbaren eine für diese Genre ungewöhnliche Spieltiefe.

Sechs Jahre nach dem Debüt ist seit Dienstag mit Bioshock Infinite der dritte Teil erhältlich.

Darum geht's: Vom Schauplatz der Vorgänger, der Stadt Rapture auf dem Meeresboden, schwingen sich Spieler in BioShock Infinite hoch in die Lüfte und übernehmen die Rolle des Söldners Booker DeWitt. Columbia heißt die fliegende Himmelsstadt, aus der der Revolverheld im Jahr 1913 ein mysteriöses junges Mädchen Namens Elizabeth befreien soll. Booker und Elizabeth sind gezwungen, einander zu vertrauen, und entwickeln bei ihrer gefährlichen Flucht eine starke Bindung. Die fanatischen Bewohner der Stadt setzen jedoch alles daran, dass keines ihrer dunklen Geheimnisse nach außen dringt.

So spielt sich BioShock Infinite: Dem Spieler stehen einige Standardwaffen wie Karabiner, Schrotflinte und Scharfschützengewehr zur Verfügung. Zudem lassen sich über die Spielzeit von rund zehn bis zwölf Stunden insgesamt acht übernatürliche Fähigkeiten erarbeiten, darunter Fangarme, Elektrogewitter und Teleport-Sturmangriffe. Anders als in den Vorgängern, in denen es unweigerlich zur direkten Konfrontation mit den Gegnern kam, setzt BioShock Infinite auch auf Deckungsgefechte. Zudem erweist sich Elizabeth als kampferprobte Begleiterin. Das junge Mädchen wirft ihrem Retter Ausrüstung zu, wenn dessen Magazin leergeschossen oder seine Gesundheit angeschlagen ist.

Ein achterbahnartiges Transportsystem dient dabei der Fortbewegung und in Kampfsituationen zur Flucht. Oder aber auch für schnelle Stellungswechsel, indem man per Enterhaken zur nächsten Plattform zoomt.

So urteilt die Fachpresse: Vor allem die mitreißende Handlung und das dramatische Finale wissen durch die Bank zu begeistern und sorgen in einer Zeit, in der viele Entwickler mehr Wert auf Grafik und Inszenierung denn auf Tiefgang legen, für Bestnoten bei Kritikern. "Oberflächlich betrachtet mag 'Bioshock Infinite' somit auf vergleichbar hohem Niveau schweben wie seine beiden Vorgänger. Tatsächlich übt die Mischung aus intelligenter Action, dramatischer Inszenierung und einer ernst zu nehmenden Rahmenhandlung mit pointiert porträtierten Figuren einen vergleichbar hohen Reiz aus", schreibt etwa das Magazin "PS3M" und vergibt neun von zehn Punkten. "Künstlerisch wertvoller Shooter mit ungewöhnlicher Story, die zum mehrfach spielen und Nachdenken anregt", meint "Gamepro" und wertet das Spiel mit 89 Prozent. "Krawall.de" kommt zu dem Schluss, dass Bioshock Infinite "eine der faszinierendsten Geschichten erzählt, die je ein Spiel zustande brachte."

(mih/spot)