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Bettina Zimmermann: "Nette Verpackung mit verrücktem Inhalt!"

Am Ostersonntag feiert Schauspielerin Bettina Zimmerman, bekannt aus Filmen wie "Erkan & Stefan gegen die Mächte der Finsternis" oder "Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer", ihren 38. Geburtstag.

Für Pay-TV-Sender Sky krimi, Grund genug die hübsche Aktrice mit einem Special zu ehren: "Im Leben von Bettina Zimmermann" ab 19.55 Uhr. Die Nachrichtenagentur spot on news sprach mit der sympathischen Darstellerin.

Wie Krimi-affin sind Sie, Frau Zimmermann?

Ich bin jemand, der gerne mal vorm Fernseher laut aufschreit wenn der Mörder zuschlägt. Ein spannendes Genre, sowohl vorm TV als auch vor der Kamera. Im Alltag brauche ich mein kriminalistisches Gespür glücklicherweise nur, um rauszufinden wer bei uns Zuhause was ausgefressen hat. Ob leere Milchflaschen im Kühlschrank oder schmutzige Gläser, die den Weg nicht in die Spülmaschine finden - ich erwische den Täter immer.

Gibt's so viele potentielle Täter bei Ihnen Zuhause?

Unser Zuhause ist immer für Freunde offen, das war schon bei meinen Eltern so. Familie, Freunde aus dem Kindergarten oder Nachbarn - ich liebe das, habe gern viel Leben um mich herum. Aber auf Ordnung und Hygiene lege ich trotzdem wert und da gebe ich gerne die Hauskommissarin.

Wie sieht Ihr polizeiliches Führungszeugnis aus?

Jungfräulich. Ich gäbe keine gute Gangsterbraut ab. Ein versehentlich nicht bezahlter Radiergummi hat mir mal so ein schlechtes Gewissen eingejagt, dass ich einen zweistündigen Rückweg ins Geschäft in Kauf genommen habe. Ich hätte sonst nicht schlafen können. Und ein Punkt in Flensburg wegen Falschparkens hat letztendlich dazu geführt, dass ich mittlerweile kein Auto mehr habe.

Wie geht das als Mutter eines vierjährigen Sohnes?

Wir wohnen mitten in Berlin, da braucht es kein eigenes Auto. Und wenn, dann leihe ich mir eins von Freunden. Das klappt gut und erspart mir jede Menge Strafzettel.

Anständig und bescheiden - beeindruckend!

Wir wurden so erzogen, dass eine Mahnung schon ein halbes Strafverbrechen ist. Und bescheiden bist du automatisch, wenn du als drittes Kind im Bunde aufwächst. Ich war so eine Art Zugabe, nach dem Motto: 'Ach, die nehmen wir jetzt auch noch mit.' Da wurde nicht mehr so viel Aufhebens gemacht wie beim ersten Kind. Ich war ein kleiner Wildfang, der den beiden großen Schwestern mit viel kreativem Freiraum hinterher getrabt ist.

Und ihre Kleider auftragen musste?

Was ich gehasst habe. Alle in der Nachbarschaft hatten neue Klamotten und ich musste immer die Sachen meiner Schwestern auftragen. Ich war 14 als ich das erste eigene Kleid bekommen habe. Nur mit den Puppen meiner Schwestern konnte ich nichts anfangen. Ich hatte lieber Ken als Barbie und baute lieber Baumhäuser statt Puppenhäuser.

Ein Mädel, das gerne ein Junge gewesen wäre.

Die Anlagen habe ich in mir. Auch heute kann man mich gerne beim Wandstreichen oder mit der Schlagbohrmaschine antreffen. Reifenwechseln und Ölstand kontrollieren geht auch. Ich brauche keinen Mann um derlei Hürden zu meistern.

Gibt's denn einen?

Natürlich gibt es einen. Es gibt meinen vierjährigen Sohn und mit dem bin ich sehr happy.

Wie würden Sie sich in einer Kontaktanzeige beschreiben?

Intelligente und humorvolle Frau, nette Verpackung mit etwas verrücktem Inhalt, die gerne auch mal eine Treppe raufstolpert...

Was tun Sie für Ihre Figur?

Ich bin ein sportlicher Typ, mit sehr viel Energie, der ganz gut verbrennt. Wenn ich Hunger habe, dann möchte ich auf nichts verzichten. Meine Zeit ist viel zu kostbar, als dass ich sie mit Kalorienzählen verschwenden würde. Und wenn man das isst, worauf man Hunger hat, dann bekommt man auch keine Heißhungerattacken.

Sie feiern Ihren 38. Geburtstag. Angst vorm Alter?

Überhaupt nicht. Ich finde jeden Tag den ich dazu gewinne spannend und möchte keine meiner Erinnerungen missen. Und ich hoffe, irgendwann mal 'ne richtig flotte Omi abzugeben. Am liebsten hätte ich eine große Generationen-WG zusammen mit meinen Schwestern, die von ein paar knackigen jungen Pflegern betreut wird.

Ihr Mantra?

Leben, leben lassen und jeden Moment versuchen zu genießen. Ich möchte nicht mit achtzig in einem Schaukelstühlchen sitzen und sagen: 'Hätt'ste damals mal...'

(ali/spot)