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Kino

Bette Midler: "Kinder leben in einer sehr gefährlichen Zeit"

Lange Zeit war nichts zu hören von Bette Midler. Doch bald kehrt die Entertainment-Ikone mit dem Film "Die Bestimmer - Eltern haften für ihre Kinder", in die Kinos zurück.

Darin spielt die 67-Jährige eine Großmutter, die zusammen mit ihrem Ehemann (Billy Crystal) sechs Tage lang auf ihre beiden Enkelkinder aufpassen muss. Natürlich läuft einiges schief.

Für Midler war die Rolle der "Oma" eine ungewöhnliche Aufgabe. Wartet der Hollywoodstar doch immer noch mit Spannung auf sein erstes Enkelkind. "Ich nerve meine Tochter schon seit einigen Jahren, aber sie will mich einfach noch nicht zur Großmutter machen", so Midler im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news in Los Angeles.

Dennoch nimmt die 67-Jährige kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Erziehung von Kindern heutzutage geht. "Die werden viel zu sehr verwöhnt und sind zu verplant", so Midler. Und weiter: "Früher war es einfacher. Du hast die Haustür aufgemacht, und die Kids haben den ganzen Tag draußen gespielt. Heute sind sie den ganzen Tag mit Aktivitäten verplant", erklärt der Star.

Doch auch die in Hawaii geborene Schauspielerin und Sängerin erkennt an, dass sich die Zeiten verändert haben, und "wir in einer sehr gerfährlichen Zeit für Kinder leben. Das haben wir erst unlängst wieder erfahren müssen", spielt sie auf das Massaker in Newtown an. "Kein Ort scheint mehr sicher zu sein. Wir leben in einer Welt von Hyper-Individualismus. Und überall scheinen Waffen mühelos verfügbar zu sein", kritisiert Midler.

Über ihre eigene Karriere sagt sie, dass sie "einen ganz guten Lauf hatte, und auch deshalb "heute kaum noch Druck verspürt, irgendjemandem etwas beweisen zu müssen". Sie arbeite noch immer gerne, aber lasse es heute langsamer angehen und kümmere sich lieber um ihre Hilfsorganisation in New York.

Mit dem "New York Restoration Project, habe sie es sich zur Aufgabe gemacht, mehr als eine Million Bäume im Big Apple zu pflanzen. "Wir besitzen 52 öffentliche Stadtparks und versuchen, die City grüner zu machen", sagt Midler. Doch allein während des Sturms Sandy habe New York "mehr als 11.000 Bäume verloren. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns", befürchtet die Umweltaktivistin Midler.

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