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Berliner Zoodirektor gab MitarbeiterinTierkürzel

Dass Chefs ihre Mitarbeiter gerne einmal mit Nummern versehen, um nicht den Überblick zu verlieren, ist durchaus legitim - so lange keiner davon weiß. Wenn aber Mitarbeiter in persönlichen Anschreiben mit einer Ziffer gekennzeichnet werden, ist das eher als dreist zu bezeichnen.

Genau das wird Bernhard Blaszkiewitz, seines Zeichens Direktor des Berliner Zoos, zur Last gelegt. Dem bekannten Biologen wurde angeraten, wegen der erneuten Vorwürfe gegen seine Person sein Amt niederzulegen. Wie der "Berliner Tagesspiegel" nun berichtet, bleibt der 58-Jährige jedoch zunächst Leiter des Tiergartens.

In einem Schreiben an eine Arbeiterin hatte Blaszkiewitz das Kürzel 0,1 in der Kopfzeile verwendet. Die Zahlenfolge ist jedoch ein zoologisch-geschlechtsspezifischer Code, der Zoodirektor hatte die Dame damit wissentlich als "ein Weibchen", weiterhin sogar als "Zuchtstute" definiert. Blaszkiewitz sieht sich nach dem Vorfall den Vorwürfen der Frauenfeindlichkeit gegenüber gestellt, das Aufsichtsratspräsidium der Zoo AG legte dem 58-Jährigen einen Rücktritt nahe, zumal es nicht Blaszkiewitz erste fragwürdige Aussage war.

Schon vor einigen Tagen sorgte der umstrittene Leiter des Tiergartens für Diskussionsstoff, als er sich in einer Betriebsversammlung lauthals fragte, ob Nicht-Christen denn tatsächlich Weihnachtsgeld zustünde.

Blaszkiewitz steht schon seit Jahren wegen seinem umstrittenen Umgang mit den Tieren und der zu autoritären Führung des Parks in der Kritik. Im Sommer 2009 hatte ihm ein Schimpanse während der Fütterung den Zeigefinger der rechten Hand abgebissen. Es ist jedoch nicht bekannt, ob es sich dabei um ein weibliches oder männliches Tier gehandelt habe.

Mit einem Rücktritt des Skandal-Biologen scheint vorerst nicht zu rechnen zu sein, er werde sich aber in einem Entschuldigungsschreiben an seine Mitarbeiter wenden.

Blaszkiewitz hatte zuvor bereits gesagt, er habe die Bezeichnung 0,1 "höflich gemeint", als "eine Verbeugung vor den Damen".

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