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Könnte einen Berlinale-Bären abräumen: die deutsche Regisseurin Anne Zohra Berrached.

Könnte einen Berlinale-Bären abräumen: die deutsche Regisseurin Anne Zohra Berrached. © Bernd von Jutrczenka

Kultur

Berlinale-Jury verkündet die Bären-Gewinner

Bei der Berlinale wird es spannend: Wer bekommt den Goldenen und wer die Silbernen Bären? Chancen hat auch die deutsche Regisseurin Anne Zohra Berrached mit dem Abtreibungsdrama "24 Wochen".

Berlin. Die Jury der 66. Berlinale verkündet am Samstagabend in der deutschen Hauptstadt die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären. Zu den Favoriten gehören Filme aus Italien, Frankreich, Tunesien, China, den USA und von den Philippinen.

Das Abtreibungsdrama "24 Wochen" von der Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached hat ebenfalls Chancen auf eine Trophäe. Die Jury hat aber schon oft Außenseiter zu Gewinnern gekürt. Vorsitzende ist Hollywoodstar Meryl Streep, auch der Berliner Schauspieler Lars Eidinger entscheidet mit.

Die Berlinale gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt. 18 Produktionen aus aller Welt waren im Rennen um die Trophäen dabei. Insgesamt liefen in allen Reihen des Festivals mehr als 400 Filme.

Berlinale-Chef Dieter Kosslick bilanzierte, die Filmfestspiele seien ihrer Tradition als politisches Festival treu geblieben. "Filmemacher setzen sich mit den Geschehnissen und Problematiken unserer Welt auf künstlerische Weise auseinander, eben anders als die Medien", sagte Kosslick. Es überrasche nicht, dass Filme wie die Lampedusa-Doku "Fuocoammare" hochaktuelle Themen anschnitten und einen solchen Erfolg bei Publikum und Kritik hätten.

Die Berlinale habe sich mit zahlreichen Aktivitäten für geflüchtete Menschen engagiert. Viele freiwillige Helfer seien der Einladung gefolgt, mit bis zu vier Flüchtlingen in eine Vorführung zu gehen. Außerdem gab es Hospitanzen von Flüchtlingen.

Stars seien zwar ein zentrales und wichtiges Element eines Festivals, so Kosslick. Aber die Berlinale haben ihre Verantwortung, als internationales Kulturevent Kontroversen und Probleme anzusprechen, dabei nicht aus den Augen verloren.

dpa


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