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Beckenbauer drückt Uli Hoeneß die Daumen

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt laut "Focus" gegen den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß (61), wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung.

Im Januar habe er Selbstanzeige eingereicht, im Zusammenhang mit einem Konto in der Schweiz, erklärte Hoeneß gegenüber dem Magazin. Der Betrugsfall soll eine "schwerwiegende Größenordnung" haben, berichtet die "Bild am Sonntag" jetzt. Gleichzeitig mit der Selbstanzeige habe Hoeneß eine Abschlagszahlung auf seine Steuerschuld von knapp sechs Millionen Euro geleistet.

Der Chef der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, Thomas Eigenthaler, folgert in der "Bild am Sonntag", dass Hoeneß "mindestens zehn Millionen Euro Einnahmen nicht angegeben hat". Nach Informationen der "Abendzeitung" soll es sich "um mehrere hundert Millionen Euro" handeln, die Hoeneß in der Schweiz gebunkert hat. Bereits am 20. März soll es laut "Bild am Sonntag" eine Razzia in Honeß' privatem Anwesen im Tegernseer Tal gegeben haben. Der Strafrahmen für Steuerhinterziehung reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Gefängnis.

Hoeneß hatte erklärt, er habe die "Angelegenheit" ursprünglich über das Deutsch-Schweizer Steuerabkommen regeln wollen, das aber Mitte Dezember 2012 scheiterte. Durch dieses Abkommen hätten Personen mit nichtversteuertem Vermögen in der Schweiz dies mit einer anonymen pauschalen Einmalzahlung legalisieren können.

Die Ermittlungen drehen sich offenbar nur um private Konten von Uli Hoeneß, der mit seinem Unternehmen HoWe Wurstwaren KG unter anderem Aldi nund Mc-Donald's beliefert. Der Ehrenpräsident des FC Bayern, Franz Beckenbauer (67), sagte der "Bild am Sonntag": "Ich kann Uli nur die Daumen drücken, dass es gut ausgeht."

(hub/spot)