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Ein Soldat fotografiert beim Einsatz gegen Benzindiebe im mexikanischen Bundesstaat Puebla. Der getötete mutmaßliche Chef war Anführer einer Bande von Benzindieben.

Ein Soldat fotografiert beim Einsatz gegen Benzindiebe im mexikanischen Bundesstaat Puebla. Der getötete mutmaßliche Chef war Anführer einer Bande von Benzindieben.
© dpa

Mexiko

Bandenchef in Schönheitsklinik erschossen

Eigentlich wollte sich der mutmaßliche Benzindieb in einer Schönheitsklinik einem plastischen Eingriff im Gesicht unterziehen sowie die Fingerabdrücke ändern lassen, um seine Identität zu verschleiern. Seine Mörder kamen ihm zuvor.

Puebla. Ein neues Gesicht, neue Fingerabdrücke und schon ist die Identität verändert. Das sollte ihm die Polizei vom Halse halten. So der Plan. Doch dann kam alles ganz anders. Der mutmaßliche Anführer einer Bande von Benzindieben ist in einer Schönheitsklinik im Zentrum von Mexiko getötet worden. Unbekannte Angreifer seien in das Krankenhaus in Puebla eingedrungen und hätten vier Menschen erschossen, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Der Bandenchef wollte sich demnach einem plastischen Eingriff im Gesicht unterziehen sowie die Fingerabdrücke ändern lassen, um seine Identität zu verschleiern.

Banden hatten Rechnungen offen

Der Angriff am Montag stand nach Einschätzung der Ermittler im Zusammenhang mit Revierkämpfen zwischen Benzindieben. In der Ortschaft Tlatenango im Bundesstaat Puebla eröffneten Angreifer aus einem Geländewagen heraus das Feuer auf eine andere Gruppe und töteten fünf Personen. „Wir gehen davon aus, dass in den Benzindiebstahl verwickelte Banden ihre Rechnungen beglichen haben“, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Der Diebstahl von Treibstoff ist in Mexiko weit verbreitet. Der staatliche Ölkonzern Pemex verliert dadurch pro Jahr über eine Milliarde US-Dollar. In den Diebstahl sind sowohl lokale Gruppen als auch die großen Verbrechersyndikate verwickelt.

Von dpa / RND