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Auch Nastassja wurde bedrängt

Wer noch ein wenig Zweifel hatte an den Missbrauchsvorwürfen, die Pola Kinski in ihrem Buch "Kindermund" gegen ihren Vater, den berühmt-berüchtigten Schauspieler Klaus Kinski erhebt, wird spätestens heute eines Besseren belehrt.

Ihre jüngere Halbschwester Nastassja Kinski stellt sich voll und ganz hinter sie.

Der "Reifeprüfung"-Star sei zwar selbst nicht missbraucht worden, bedrängt hätte der Star sie aber auch. "Er hat mich immer viel zu sehr angefasst, mich ganz eng an sich gedrückt", beschreibt die 51-Jährige im "Bams"-Interview die beklemmenden Annäherungsversuche, die sie als Vier- oder Fünfjährige habe über sich ergehen lassen müssen. Ein Vater sei er ohnehin nicht gewesen, erklärt sie, "99 Prozent der Zeit hatte ich fürchterliche Angst vor ihm".

Wie sehr sie ihrem 1991 im Alter von 65 Jahren in den USA an Herzproblemen verstorbenen Vater das 14 Jahre andauernde Martyrium ihrer älteren Halbschwester zutraut, daraus macht die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin keinen Hehl: "Pola soll wissen, dass ich hinter ihr stehe." Wenn Kinski noch leben würde, würde sie "alles dafür tun, dass er hinter Gittern kommt. Ich bin froh, dass er nicht mehr lebt", sagt Nastassja Kinski weiter.

Ihr größter Wunsch ist es jetzt offenbar, dass das Buch und damit das Aufdecken der Schandtaten des gemeinsamen Vaters sie und Pola wieder enger zusammenbringt. Ebenso sehr wünscht sie sich aber auch, dass Kinder, denen etwas Ähnliches widerfährt, sich trauen, um Hilfe zu bitten. "Deshalb möchte ich darüber sprechen."

Die Autobiografie "Kindermund" von Pola Kinski erscheint am morgigen Montag im Insel Verlag.

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