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Boulevard Armin Mueller-Stahl: "Meine Zukunft wird knapp!"
Menschen Boulevard Armin Mueller-Stahl: "Meine Zukunft wird knapp!"
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12:35 13.05.2013
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Auch wenn er selber nur von acht bis zehn außergewöhnlich guten Filmen spricht, von den fast 100 Filmen, in denen Armin Mueller-Stahl mitspielte, sind eigentlich alle erwähnenswert. 44 Auszeichnungen und zwei Oscar-Nominierungen sprechen für sich. Trotzdem gilt die wahre Leidenschaft des Multitalents der Malerei.

Was bedeuten Ihnen die unzähligen Preise und Auszeichnungen?

Armin Mueller-Stahl: Ich freue mich, weil es zeigt, dass man Zeit seines Lebens ein paar Dinge richtig gemacht haben muss. Es war nicht alles wirklich gut, aber es gab acht bis zehn Filme - außergewöhnlich gute Filme - und zwei Oscar-Nominierungen, an die ich mich gerne zurück erinnere.

Wie war Hollywood für jemand, der aus dem Osten kam?

Mueller-Stahl: Um mal eines klar zu stellen: Ich bin kein Ossi, sondern ein Wossi. Ich habe im Westen studiert und bin dann nach Ost-Berlin gegangen, um dort Theater zu spielen, weil das dort eine höhere Qualität hatte. Dennoch entsprach mein Englisch dem eines Ossis. Dementsprechend verrückt war es auch, mit 60 nach Hollywood zu gehen, um dort ohne Englischkenntnisse Karriere machen zu wollen. Aber letztendlich hat mir das geholfen, weil ich nicht so ein eitles Ego-Paket war wie viele andere.

Wie ist Ihr Englisch heute?

Mueller-Stahl: Ich habe immer noch einen Akzent, aber das stört nicht bei der Arbeit. Ich werde als Profi akzeptiert und respektiert. Aber mittlerweile habe ich kein Interesse mehr an einer Hollywood-Karriere.

Sondern?

Mueller-Stahl: An der Malerei. Ihr gilt meine eigentliche Leidenschaft. Die Schauspielerei war nie meine Berufung. Diesen Beruf habe ich eigentlich nur meinem Vater zuliebe ausgeübt und weil ich damit am schnellsten die Brötchen auf den Tisch bekommen habe. Das hätte ich mit der Malerei nie geschafft.

Was ist der Unterschied?

Mueller-Stahl: In der Malerei kann ich fliegen und die Abhängigkeiten sind gleich Null. Wenn einem beim Malen was nicht gefällt, dann kann man einfach wieder drüber malen. In der Schauspielerei können sie nichts übermalen. Da bin ich immer abhängig von irgendwelchen Drehbüchern, Regisseuren, Kameramännern oder Produzenten.

Haben Sie mit dem Thema Schauspielerei abgeschlossen?

Mueller-Stahl: Ich habe zwar noch drei Drehbücher auf dem Tisch liegen, die mich interessieren, aber die Umsetzungen gestalten sich sehr schwierig. Und da meine Zukunft mit 82 Jahren knapp bemessen ist, verwende ich sie lieber auf Dinge, die mir Flügel verleihen. Wenn ich also statt Dreharbeiten eine Kunstaustellung in Palm Springs oder Los Angeles machen kann, dann ist mir das lieber. Zumal ich damit mittlerweile auch gutes Geld verdiene.

Gäbe es noch eine Traumrolle?

Mueller-Stahl: Ich habe selber ein Drehbuch geschrieben, das ich gerne verfilmen würde - als Regisseur und Hauptdarsteller. Aber das scheitert bisher an der Dummheit von diversen Fernsehredakteuren, die mir zwar die Hauptrolle, aber nicht die Regie geben wollen. Daher lasse ich es lieber und male lieber 100 neue Bilder.

(ali/spot)

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