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© Jack Plunkett/Invision/AP

Digital

App soll Komasaufen verhindern

Die Tage werden wieder wärmer, man sitzt zusammen am See, trinkt ein Bier, dann eventuell ein zweites, etwas abseits wettet man, wer am meisten Wodka trinken kann.

Dass aus diesem Spaß immer öfter bitterer Ernst wird, ist bekannt. "Komasaufen" nennt sich das Phänomen des übermäßigen Alkoholgenusses, das auch tödlich enden kann.

Eine deutschsprachige Android-App für Smartphones versucht solche fatalen Situationen zu verhindern und Jugendlichen in der Not Hilfestellung zu geben. "HaLT Alkohol Notfall", eine Entwicklung des Halt Projektes im Landkreis Osterode am Harz, das sich gegen exzessiven Alkoholkonsum wendet, bietet allerlei Funktionen, mit deren Unterstützung Jugendliche ihre Freunde im Falle einer Alkoholvergiftung Erste Hilfe leisten können. So leitet einen das System beispielweise durch die korrekte Ausführung der stabilen Seitenlage und gibt einen Takt für die Herzmassage vor.

Das Programm hilft dabei, einen Schritt nach dem anderen auszuführen und im Gefühlschaos nicht den Überblick zu verlieren. Deswegen stellt die App gleich zu Beginn relevante Fragen. Etwa: Reagiert dein Freund/ deine Freundin auf Ansprache? Oder sogar noch drastischer: Atmet dein Freund/ deine Freundin noch? Wird die Frage mit "Nein" beantwortet, verständigt das System automatisch den Notarzt.

Weitere Specials der App sind ein Quiz, das über Stammtischmythen wie "Alkohol kann man ausschwitzen" aufklären soll und Tipps zum moderaten Umgang mit Hochprozentigem.

(jb/spot)