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Anne Franks Stiefschwester nimmt Justin Bieber in Schutz

Erst vor wenigen Tagen sorgte Pop-Sänger Justin Bieber für Aufruhr, als er beim Besuch des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam im Gästebuch den Kommentar: "Hoffentlich wäre Anne ein Bieber-Fan gewesen" hinterließ.

Auf der Facebook-Seite der Gedenkstätte überschlugen sich danach die kritischen Kommentare zu der wenig bedachten Äußerung des kanadischen Musikers. Doch diejenige, die Anne Frank wohl am besten kannte, ihre Stiefschwester, die Auschwitz-Überlebende Eva Schloss (83), ist erstaunlicherweise am wenigsten erzürnt über den Bieberschen Kommentar.

"Sie wäre wahrscheinlich wirklich ein Fan von Bieber gewesen. Warum nicht? Er ist ein junger Mann und sie war ein junges Mädchen, das Stars und Musik mochte", wird Schloss von der britischen Zeitung "The Sun" zitiert. Das Tagebuch der Anne Frank enthüllte unter anderem, dass sie die damals angesagte Stars Greta Garbo und Ray Milland bewunderte.

Also doch mal wieder viel Lärm um nichts? Gilian Walnes, Co-Gründer des "Anne Frank Trust" in Großbritannien, unterstützt die Meinung, dass Bieber arrogant sei. "Das ist ein Ort, an dem Anne zwei Jahre damit verbrachte, sich unter klaustrophobischen Bedingungen zu verstecken. Ein Ort, an dem sie ihre Träume von einer besseren Welt aufgeben musste. Biebers Kommentar sagt viel über sein Ego aus", wird Walnes vom Blatt zitiert.

(lp/spot)