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Ann-Kathrin Kramer: "Sexszenen? Ich bringe lieber einen um!"

Das ZDF-Herzkino geht in eine neue Runde und schickt den Zuschauer auf eine Reise nach Süd-Italien. Ann-Kathrin Kramer verkörpert in "Ein Sommer in Amalfi" eine Frau im besten Alter, die wegen eines charmanten Mannes ihre Pläne über den Haufen wirft und spontan in Italien bleibt.

Die Nachrichtenagentur spot on news sprach mit der Schauspielerin über den Reiz italienischer Machos, das Verlieben im Allgemeinen und natürlich auch über die erotischen Szenen in der TV-Romanze.

Wie hat Ihnen der Aufenthalt während der Dreharbeiten zum neuen ZDF-Herzkinofilm "Ein Sommer in Amalfi" in Italien gefallen?

Wir waren insgesamt fünf Wochen dort und ich liebe Italien. Die Amalfi-Küste ist aber sehr besonders.

Sie selbst sind gebürtig aus Wuppertal, das nicht gerade für seine schönen Landschaften berühmt ist. Ist dieser Kontrast für Ihre Liebe zu Italien verantwortlich?

Nein, das hat nichts damit zu tun, woher ich komme. Ich erkenne einige Gegenden, die besonders beseelt sind und zu solch einem Landstrich zählt Amalfi auf jeden Fall.

In der TV-Romanze werden viele klassische Italienbilder bedient: Familienzusammenhalt, Bezug zu Glaube und Kirche, romantische italienische Männer. Haben Sie das vor Ort auch so empfunden?

Das Italien-Klischee, das auch in jeder Miraculi-Werbung bedient wird, sehen wir Deutsche einfach gerne. Wenn man sich genauer damit befasst, ist natürlich nicht alles so märchenhaft. Das ganze Bild relativiert sich vor Ort recht schnell.

Würden Sie sagen, dass in den Sonntagsfilmen ein verzerrtes Bild gezeichnet wird?

Natürlich sind das kleine Märchen. Das ist auch vollkommen legitim und einfach sehr hübsch. Mit der Realität hat das aber wohl nicht so viel gemein.

Aber der Charme von italienischen Männern ist doch durchaus real, oder?

Schon, aber ich glaube, dass der typische italienische Mann letztlich ein kleines Mama-Söhnchen ist. Aber das hat natürlich auch seinen Reiz.

Im Film verlieben Sie sich in ein solches "Mama-Söhnchen" und bleiben spontan in Italien. Könnte Ihnen das privat auch passieren?

Ich habe längere Zeit in Griechenland verbracht, weil ich mich dort verliebt hatte. Alle Karten werden in solchen Situationen neu gemischt und es gibt einem die Möglichkeit völlig anders auf sein bisheriges Leben zu schauen. Deswegen ist doch das Verlieben auch so schön.

Ein zentrales Thema des Filmes ist genau dieses Schicksal, das jeden treffen kann. Glauben Sie selbst auch an Schicksal?

Es gibt dafür ein sehr treffendes Sprichwort: ,Glück ist Talent für das Schicksal!' Es gibt einfach Fügungen, die anscheinend im Leben so sein sollen.

Was gefällt Ihnen an der Rolle besonders?

Claudia versprüht einen eher spröden Charme und stammt aus dem Ruhrgebiet. Diese Art von Humor und ihre Frotzeleien mag ich sehr und werden mir im Übrigen auch selbst oft nachgesagt.

Sie sprachen mal davon, dass Sie Liebesszenen mit Ihrem Mann, Harald Krassnitzer, nicht so sehr mögen. Wie waren denn die intimen Momente mit Ihrem Filmpartner Carlos Leal?

Es ist nie wirklich angenehm, weil alle Beteiligten über ihren Schatten springen müssen. Ich bringe lieber einen um. Ich meine natürlich in einer Rolle! Aber bei "Sommer in Amalfi" hatte ich das Glück, dass mit Carlos nicht nur ein toller Schauspieler an meiner Seite war, sondern auch ein sehr netter Mensch. Das macht es natürlich leichter, als wenn man mit jemanden spielen muss, den man partout nicht riechen kann.

Konsequenterweise könnte man jetzt behaupten, dass Sie ihren Mann gar nicht leiden können...

Um Gottes willen, nein! Im Umkehrschluss stimmt das natürlich gar nicht. Es ist mit Harald einfach nur deshalb unangenehmer, weil man sich doppelt beobachtet fühlt.

(dr/spot)