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Angriff auf Til Schweiger - auch diese Stars wurden zum Opfer

Wer in der Öffentlichkeit steht, wird zur leichten Zielscheibe. Das ist der Preis, den viele Promis für ihren Ruhm bezahlen müssen. Der jüngste Fall ist Til Schweiger (49), dessen Wohnhaus einer Bande namens "Tatortverunreiniger_innen" zum Opfer fiel.

Die haben sechs Farbgläser auf das Anwesen des deutschen Schauspielstars geworfen, um seine Aussagen zum Afghanistan-Einsatz im Zusammenhang mit seinem Film "Schutzengel" zu kritisieren.

Erst vor wenigen Tagen ging ein anderer Fall durch die Medien, bei dem der Designer Harald Glööckler (47, "Glanz und Gloria") anscheinend nur knapp einer Messerattacke entgangen ist. Der extravagante Glööckler kam mit dem Schrecken davon, aber obsessive Fans neigen zu Gewalttaten gegen ihre Idole - ein unberechenbares Risiko für alle Promis, die sich vor ihren Fans nicht gänzlich abschotten wollen.

Aber auch Situationen, die vermeintliche Sicherheit vermuten lassen, werden für manche Stars zur Falle: 2013 jährt es sich zum zehnten Mal, dass das damals 20-jährige Tennis-Ass Monica Seles während eines Matches am Hamburger Rothenbaum von einem psychisch gestörten Steffi-Graf-Fan beim Seitenwechsel in den Rücken gestochen wurde.

Verteidigung war für Seles nicht möglich, aber die deutsche Society-Lady Barbara Herzsprung (60) hat in ihrem Fall geistesgegenwärtig reagiert: 16. November 2012, 1 Uhr nachts, Berliner U-Bahnhof Kottbusser Tor. Als sich Herzsprung ein Mann in den Weg stellt, tritt sie ihm ins Gemächt und schlägt ihm auf die Schläfe. Als die Polizei ihr vorwirft, sie hätte zuerst zugeschlagen, antwortet die Beherzte: "Soll ich ihn erst fragen, ob er mich vergewaltigen, erstechen oder ausrauben will, bevor ich mich verteidigen darf?"

Vor allem Politiker, bei denen die Nähe zum Volk über ihren Erfolg entscheidet, tragen ein großes Risiko. Am 25. April 1990 wurde der SPD-Politiker Oskar Lafontaine (69) bei einem Wahlkampfauftritt in Köln von einer geistig gestörten Frau mit einem Messerstich nahe der Halsschlagader lebensgefährlich verletzt. Und Silvio Berlusconi (76) erlitt einen Nasenbeinbruch und Verletzungen an der Lippe, als im Dezember 2009 in Mailand ein Mann mit einer spitzen, schweren Statuette des Mailänder Doms nach ihm warf.

Oft werden solcherlei Attentate auf Prominente auch geheim gehalten, weil sie Anreiz für Nachahmer sein können und ein Zeichen von Verletzlichkeit sind. Zum Glück sind es häufig nur Hacker-Angriffe und Läster-Attacken, von denen die bunten Blätter die meiste Zeit berichten.

(mpr/spot)