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Boulevard Angelina Jolie ließ sich ihre Eierstöcke entfernen
Menschen Boulevard Angelina Jolie ließ sich ihre Eierstöcke entfernen
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09:24 25.03.2015
Krebsangst: Angelina Jolie hat sich einer weiteren Operation unterzogen. Foto: Shawn Thew
New York

Auch die Eileiter seien entfernt worden. "Ich hatte die Prozedur in der vergangenen Woche", erläuterte die Ehefrau von Brad Pitt (51). Es sei zwar ein kleiner, harmloser Tumor gefunden worden, "aber es gab kein Anzeichen von Krebs im Gewebe".

Jolies Mutter, Großmutter und Tante waren an Krebs gestorben. Sie selbst trage einen Gendefekt in sich, der das Risiko für Brustkrebs auf 87 Prozent, das für Eierstockkrebs auf 50 Prozent erhöhe. Das BRCA1-Gen sei bei ihr verändert.

Sie habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, sich nach den Brüsten auch Eierstöcke und Eileiter entfernen zu lassen, schrieb Jolie. Bei einem routinemäßigen Bluttest habe ihr Arzt vor zwei Wochen erhöhte Entzündungswerte festgestellt. So etwas könne ein Anzeichen von Krebs sein.

"Ich werde keine weiteren Kinder mehr bekommen können und körperliche Veränderungen durchmachen", schrieb die sechsfache Mutter weiter - drei ihrer Kinder sind adoptiert. "Aber ich bin entspannt. Nicht, weil ich stark bin, sondern weil es ein Teil meines Lebens ist. Es ist nichts, wovor man sich fürchten muss." Jolie ergänzte, sie fühle sich nach der Entscheidung weiter weiblich. "Ich weiß, dass meine Kinder nie sagen müssen: "Mama ist an Eierstockkrebs gestorben.""

Bereits im Mai 2013 hatte Jolie in einem Beitrag für die "New York Times" offen über ihre Brust-Amputation geschrieben. Für ihren mutigen Schritt hatte die Schauspielerin damals jede Menge Respekt und Anerkennung erhalten. Das Thema war international breit diskutiert worden. Und auch jetzt sorgte der jüngste Artikel in Internetforen und bei Twitter für viel Zustimmung, Jolie wurde als Vorbild gefeiert.

Das heiße aber nicht, dass sich jede Frau irgendwann einmal die Eierstöcke entfernen lassen sollte, sagte Susanne Weg-Remers vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. "Es ist sinnvoll, wenn ein mutiertes BRCA-Gen nachgewiesen wurde." Dann sei es wahrscheinlich, dass 40 bis 50 Prozent der betroffenen Frauen an Eierstockkrebs erkrankten, bevor sie 70 seien. "An Brustkrebs erkranken zwar jährlich fast zehnmal so viele Frauen in Deutschland (74 000) wie an Eierstockkrebs (7800). Die Sterblichkeit bei Eierstockkrebs ist aber deutlich höher, weil er nicht so gut erkannt werden kann."

dpa

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