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Musik

Aaron Neville: Singen ist wie Beten

Soul-Legende Aaron Neville vergleicht Musik mit einem religiösen Akt. "Beim Singen wie beim Beten geht es darum, eine Verbindung herzustellen. Wenn jemand gut singt, verstehe ich ihn, selbst wenn ich seine Sprache gar nicht verstehe", sagte der 71-Jährige der Zeitung "Welt am Sonntag".

"So ähnlich ist das beim Beten: Da spreche ich mit jemandem, der gar nicht im Raum ist. Ob beides klappt, hängt davon ab, mit wie viel Hingabe man es macht", fügte die US-Amerikaner hinzu. Beim Singen finde der 71-Jährige zudem viel Trost. "Wenn ich gesungen habe, hat mich das beruhigt und getröstet. Besonders Doo Wop war eine Medizin für mich."

Doo Wop ist die Musik aus Nevilles Jugendzeit. "Vier Jungs oder vier Mädchen, die zusammen singen, mehrstimmig natürlich, an irgendeiner Straßenecke oder einer Parkbank. So hat das damals Ende der Vierziger-, Anfang der Fünfzigerjahre angefangen. Man hat mit den Fingern dazu geschnippt oder geklatscht - ansonsten gab es keine Instrumente".

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