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Achim Heukemes am Start im kalifornischen Oceanside.

Achim Heukemes am Start im kalifornischen Oceanside. © RAAM

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4800 Kilometer: Ein Bayer beim "Race across America"

Der Bayer Achim Heukemes ist im kalifornischen Oceanside bei einem der härtesten Radrennen der Welt gestartet. Er ist der einzige Deutsche unter den 40 Einzelstartern des "Race across America".

Oceanside. Unter dem Jubel der Fans machten sich am Dienstag (Ortszeit) Extremsportler aus 17 Nationen auf den 4800 Kilometer langen Weg quer durch die USA.

Die besondere Schwierigkeit: Die Fahrer haben für die Fahrt von der West- zur Ostküste maximal zwölf Tage Zeit. "Ich will es in zehn Tagen, zehn Stunden und zehn Minuten schaffen", hatte der 63-jährige Heukemes vorab gesagt. Damit will er einen Rekord in seiner Altersklasse aufstellen. "Es ist ganz wichtig, dass jeder sein Rennen fährt. Ich lasse mich nicht von den jungen Burschen verleiten, Vollgas zu geben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Auf der Strecke erwarten ihn unter anderem Wüsten und das mehr als 3000 Meter hohe bergmassiv der Rocky Mountains. Von den etwa 2000 Teilnehmern seit dem ersten Rennen 1982 schafften es nach Angaben der Veranstalter weniger als 200 über die Ziellinie. "Dieses Rennen ist einzigartig", sagte Rennchef Rick Boethling.

Er sei zuversichtlich, die Strecke bis nach Annapolis im Bundesstaat Maryland meistern zu können, erklärte der Sportler aus dem fränkischen Rottendorf. "Ich weiß: Wenn ich zu entscheiden habe über meinen Körper, dann komme ich in Annapolis an. Das steht fest." Um sein Ziel zu erreichen, muss Heukemes etwa 460 Kilometer täglich fahren. Maximal ein bis zwei Stunden Schlaf hat er pro Tag eingeplant. Mit wenig Schlaf auszukommen sei er aus seinem Beruf als Lastwagenfahrer gewohnt, fügte er hinzu.

Als einer der Favoriten gilt der Österreicher Christoph Strasser. Der 31 Jahre alte ehemalige Fahrradbote hat das Rennen bereits dreimal gewonnen, 2014 in der Rekordzeit von sieben Tagen, 15 Stunden und 54 Minuten.

Im Staffel-Teambewerb sind auch zwei Teams aus Deutschland dabei. Die Teams aus vier Fahrern gehen am Samstag an den Start. Sie müssen das Rennen in neun Tagen schaffen.

dpa


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