Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Verbraucher Wann lohnt ein Wechsel zur Telekom-Konkurrenz?
Mehr Verbraucher Wann lohnt ein Wechsel zur Telekom-Konkurrenz?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:38 16.08.2010

Kündigt ein Verbraucher seinen Anschluss bei der Deutschen Telekom (T-Home) und wechselt vollständig zu einer anderen Telefonfirma, beendet er damit seine Geschäftsbeziehung zum Ex-Monopolisten. Die Rechnung für Anschluss und Verbindungen erhält er dann von seinem neuen Telefonpartner.

Günstigere Grundgebühren bei der Konkurrenz

Der häufigste Vorteil beim neuen Anbieter: Nicht nur die Anschlusskosten auch die Tarife für die Verbindungsminuten sind in der Regel günstiger. Wer gar ein Komplett-Paket aus Telefon/DSL-Anschluss plus jeweils einer Telefon- und/oder Internetpauschale (Flatrate) bei der Telekom-Konkurrenz bucht, zahlt dadurch meist zehn bis 20 Euro im Monat weniger. Im Jahr lassen sich so aktuell sogar bis zu 400 Euro allein an Grundgebühren einsparen.

Aktuelle Preisbeispiele: T-Home bietet ihr Komplettangebot "Call&Surf Comfort" zur Zeit ab 39,95 Euro monatlich an. Das Paket beinhaltet einen Telefon- und DSL-6.000-Anschluss sowie eine Doppelflatrate für Internet und unbegrenzte Inlandstelefonate im Festnetz der Telekom. Konkurrenten wie Alice, Vodafone oder Versatel berechnen für die ähnliche Ausstattung nur 29,90 Euro im Monat und räumen zusätzlich meist noch satte Rabatte für die ersten Vertragsmonate ein. Vergleicht man im August 2010 allein die monatlichen Grundgebühren der einzelnen Wettbewerbsangebote, so müsste man über die jeweils gesamte 24-monatige Vertragslaufzeit bei T-Home für "Call & Surf Comfort" 958,80 Euro, dagegen bei Alice im Tarif „Fun“ (mit DSL16.000) und beim Vodafone-Paket "DSL-Classic" lediglich rund 550 Euro bezahlen. Ein deutlicher Unterschied.

Nachteil: Kein Call-by-Call mehr möglich

Doch ein kompletter Anschlusswechsel birgt auch Nachteile. So ist bei den alternativen Gesellschaften die Nutzung der beliebten Call-by-Call-Methode nicht mehr möglich. Auch wenn alle Anbieter mit den Telefonpauschalen werben, so beschränken sich diese nur auf die Kosten für innerdeutsche Festnetzverbindungen. Zum Pauschalpreis addieren sich später noch die Gebühren für Telefonate in die deutschen Handynetze, ins Ausland und zu Servicenummern. Zu allen Anrufzielen, die die Pauschale nicht beinhaltet, fallen dann die jeweiligen Minutenpreise des Anbieters an. Meist liegen hier die Tarife ins Ausland und zum Handy deutlich höher als bei den Call-by-Call-Tarifen, oft sogar um über 100 Prozent. So kostet bei Alice und Versatel beispielsweise die Gesprächsminute zum deutschen Handy 22 Cent, bei Vodafone fallen mindestens 19 Cent an. Über Call-by-Call wären solche Verbindungen schon für sieben bis acht Cent möglich. & Auml;hnliche Preisdifferenzen finden sich bei Auslandsverbindungen. Je nach Nutzerverhalten könnte sich so das vermeindliche „Grundgebühr-Schnäppchen“ später als Reinfall entpuppen. Vor einem Komplettwechsel – vor allem mit Vertragslaufzeiten von 24 Monaten – sollten also Telefonkunden ihr tatsächliches Telefonaufkommen an Hand ihrer früheren Rechnungen überprüfen und genau kalkulieren.

Fritz Himmel / biallo.de

Telefontarife können Sie hier vergleichen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Juli belegen die beiden neuen Tagesgeldanbieter GE Capital Direkt und Ikano-Bank Spitzenplätze im Tagesgeldvergleich. Nun hat einmal mehr die Bank of Scotland nachgezogen - mit 2,2 Prozent.

16.08.2010

Wer sich als Altersvorsorgemodell für die Rürup-Rente entscheidet, braucht im Gegensatz zu Riester-Verträgen keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeitrag einzahlen, um in den Genuss der geförderten Steuervorteile zu kommen.

16.08.2010

Wer an seinem Eigenheim einen Garten neu anlegen lässt, der kann die Kosten dafür bei seiner Einkommensteuererklärung weder als haushaltsnahe Dienstleistung, noch als Handwerkerleistung geltend machen. Zu diesem Urteil kam das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 4 K 2708/07).

05.08.2010