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Verbraucher Tages- und Festgeld weiter im Kommen
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13:32 23.09.2010

34 Prozent der Wertpapierbesitzer beabsichtigen demnach, künftig weniger in Aktien zu investieren als bisher, nur 14 Prozent wollen dieses Anlageform stärker einsetzen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Abneigung gegenüber Aktien allerdings deutlich reduziert: 2009 hatten noch 56 Prozent der deutschen Wertpapierbesitzer angegeben, Aktien weniger einsetzen zu wollen. „Offenbar ist die Finanzmarktkrise nicht mehr ganz so präsent in den Köpfen vieler Investo ren“, sagt dazu Karl-Martin im Brahm, Vertriebsvorstand der DWP-Bank. In der Gunst der Anleger gesunken sind 2010 auch Versicherungsprodukte wie zum Beispiel Kapitallebens- und Rentenversicherungen.

Tages- und Festgeld in der Beliebtheit vorne

Favoriten sind laut Umfrage künftig Tagesgeld und Festgeld. Fast jeder dritte Befragte will diese Anlageformen mehr als bisher nutzen, lediglich 13 Prozent weniger. Verständlich - immerhin bieten Tages- und Festgeld Sicherheit und einen flexiblen Anlagehorizont. Beim Tagesgeld sind derzeit bis zu 2,22 Prozent drin (Ikano Bank). Platz zwei und drei im Biallo-Tagesgeld-Vergleich belegen die Bank of Scotland und GE Capital Direkt mit 2,20 bzw. 2,10 Prozent. Für Festgeld mit einem Jahr Laufzeit erhalten Anleger bis zu 2,50 Prozent.

Gegenüber den Ergebnissen von 2009 gibt es in der Beliebtheit dieser Produkte kaum Änderungen. Immobilien wollen 21 Prozent der deutschen Wertpapierbesitzer künftig mehr und ein gleich hoher Prozentsatz weniger einsetzen. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorjahreswerten (16 Prozent zu 33 Prozent).

Sicherheit geht für jeden dritten deutschen Anleger deutlich vor Rendite. Und bei ihren Renditeerwartungen orientieren sich 29 Prozent an Benchmarks wie zum Beispiel Indizes, 27 Prozent haben dagegen eine feste absolute Rendite als Ziel. Auch bei möglichen Verlusten mit einzelnen Assetklassen zeigen sich die deutschen Wertpapierbesitzer risikoscheu.

Bei Aktieninvestments sieht gut die Hälfte der Befragten einen vorübergehenden Wertverlust von zehn Prozent oder mehr als akzeptabel an. Bei Fonds nehmen nur 27 Prozent der Befragten einen Wertverlust von zehn Prozent oder mehr auf Jahresfrist hin. Bei Unternehmensanleihen sind es lediglich 19 Prozent und bei Bundeswertpapieren gar nur sieben Prozent der Befragten.

„Bauchgefühl“ ist entscheidend

Ihre Anlageentscheidungen treffen die deutschen Wertpapierbesitzer vor allem auf Basis der Wirtschaftsentwicklung und ihres „Bauchgefühls“. Für 71 Prozent aller Befragten ist die Wirtschaftslage in Deutschland und der Welt ein wichtiger oder sehr wichtiger Aspekt bei ihren Investments. Das „Bauchgefühl“ ist mit 59 Prozent der zweitwichtigste Faktor für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Nur knapp jeder Zweite hält die Empfehlungen seines Bankberaters für relevant, für vergleichsweise unwichtig werden Einstufungen von Analysten (21 Prozent) oder Empfehlungen von Freunden oder Bekannten (17 Prozent) gehalten.

Die Einführung der Abgeltungsteuer seit Jahresbeginn 2009 hat das Anlageverhalten der deutschen Wertpapierbesitzer eher wenig verändert. 63 Prozent der Befragten gaben an, sich bei Kapitalanlagen heute nicht anders zu verhalten als vor Start der Steuer. Knapp jeder Fünfte bejaht, dass die Abgeltungsteuer bei ihm Einfluss auf die Haltedauer von Wertpapieren hat. 15 Prozent gaben an, Wertpapiere nun länger als zuvor im Depot zu halten, vier Prozent sprechen von einer kürzeren Haltedauer. Überraschend: Immerhin sechs Prozent aller befragten Anleger kennen den Begriff „Abgeltungsteuer“ überhaupt nicht.

Sicherheit, Vertrauen und persönliche Beratung sind die wichtigsten Faktoren für deutsche Wertpapierbesitzer bei der Beurteilung ihrer Bank - noch vor Konditionen und Preisen, lautet ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Selbst wenn unabhängige Beratungstests immer wieder die Qualität von Bankberatungen rügen: Immerhin 42 Prozent der befragten Wertpapierbesitzer fühlten sich beim letzten Gespräch zu ihrer Geldanlage gut oder sogar sehr gut beraten. In Schulnoten ausgedrückt lag die Bewertung im Durchschnitt allerdings bei 2,6. Nur 14 Prozent aller Befragten gaben ihrer Bank eine schlechtere Note als befriedigend. Allerdings erklärten auch ein Viertel aller Wertpapierbesitzer, noch nie eine Anlageberatung bei der Bank in Anspruch genommen zu haben.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

biallo.de

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