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Verbraucher Spritpreise sind oft wichtiger als die Bankkonditionen
Mehr Verbraucher Spritpreise sind oft wichtiger als die Bankkonditionen
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11:35 24.06.2010
Beim Tanken sehen die Kunden auf den Preis, bei den Bankkonditionen nicht. Quelle: Dennis Börsch

Die deutschen Geldanleger schätzen finanzielle Sicherheit, aber ihre Finanzdinge selbst in die Hand zu nehmen, kommt für viele nach wie vor nicht in Frage. Das ist ein zentrales Ergebnis der repräsentativen Studie "Kunden-Motive 2010: Geliebt, aber vernachlässigt - die Deutschen und ihre Einstellung zu Geld und Finanzen", die das Meinungsforschungsinstitut Fors im Auftrag der Direktbank Comdirect durchgeführt hat.

Demnach bewerten 59 Prozent der Deutschen finanzielle Sicherheit als besonders wichtig in ihrem Leben. Das verwundert nicht, denn immerhin fühlen sich nahezu drei von vier Befragten von der Finanzmarktkrise betroffen. Trotzdem ist nur etwa jeder Dritte (31 Prozent) stark oder sehr stark an einer sicheren Geldanlage oder Altersvorsorge interessiert. Und nur knapp 40 Prozent haben ihr Verhalten im Umgang mit Geld seit der Krise verändert. Auch das Gespräch mit Bekannten oder Kollegen in Sachen Finanzen suchen nur die Wenigsten: Nur fünf Prozent der Deutschen tauschen sich häufig privat über Gelddinge aus.

Schlecht informiert

Dass Geld selten ein Gesprächsthema ist, mag auch daran liegen, dass viele sich nicht besonders gut informiert fühlen: Nur 39 Prozent der Deutschen halten sich für gut oder sehr gut informiert, Männer dagegen deutlich häufiger als Frauen.
Auch beim Geldausgeben haben die Deutschen klare Vorstellungen: Sicherheit hat auch hier einen hohen Stellenwert, denn neben alltäglichen Ausgaben haben Schuldentilgung oder Sparen für viele Deutsche Priorität. Freizeitvergnügen stehen erst am Ende der Liste. Allerdings gibt jeder Zweite beim Einkaufsbummel gelegentlich mehr Geld aus als nötig; 13 Prozent der Befragten passiert das sogar, obwohl das Konto überzogen ist. Frauen passiert das etwas häufiger als Männern.

Im Centbereich wird genauer hingeschaut

Interessant: Viele Deutsche lassen auch weiterhin Sparpotenziale bei Finanzprodukten ungenutzt. Nach wie vor sind sie eher bereit, Spritpreise an Tankstellen (57 Prozent) oder die Tarife verschiedener Mobilfunkgesellschaften (23 Prozent) zu vergleichen. Die Konditionen von Banken und Sparkassen nimmt dagegen nur jeder Zehnte regelmäßig genauer unter die Lupe. Und jeder Vierte gibt sogar an, bei Finanzdienstleistungen und -produkten nie die Konditionen zu vergleichen.

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