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Verbraucher Mini-Programme fürs Handy stark im Kommen
Mehr Verbraucher Mini-Programme fürs Handy stark im Kommen
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13:22 23.09.2010
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Die neuen Comdirect-Mini-Programme erlauben vor allem wichtige Banking-Funktionen wie Kontostandsanzeige sowie Inlands- und Terminüberweisungen. Der Clou: Die Apps sind multibankfähig. Das heißt: Wenn man nicht nur ein Konto bei der Comdirect, sondern etwa bei einer anderen Bank oder Sparkasse unterhält, lassen sich auch der dortige Kontostand abrufen und Überweisungen tätigen. Als weiteres Feature gibt es eine Kon taktdatenbank, in die Namen, Kontonummern, Bankleitzahlen für künftige Überweisungen übernommen werden können. Wertpapiergeschäfte sind allerdings bis auf weiteres über die App nicht möglich, zumindest soll es noch dieses Jahr ein Update geben, so dass man wenigstens eine Depotübersicht angezeigt bekommt.

14 Prozent erledigen Bankgeschäfte per Handy

Vor allem Apps für das iPhone, aber auch für andere Smartphones sind derzeit schwer im Kommen, das entdeckt auch die Finanzwirtschaft vermehrt für sich. Ganz klarer Treiber des Markts für mobile Banking-Anwendungen ist das Apple iPhone. Nach Schätzungen der Deutschen Bank werden bis 2011 weltweit bereits rund 150 Millionen Menschen ihre Bankgeschäfte mobil tätigen. Und laut einer Umfrage von You Gov Psychonomics steht bereits gut ein Drittel aller Bankkunden in Deutschland dem Mobile Banking offen gegenüber, vor allem jüngere Nutzer. Und rund 14 Prozent tätigen bereits Bankgeschäfte per Handy.

Die meisten in Deutschland im Apple-App-Store erhältlichen Mini-Programme von Banken sind noch recht neuen Datums – viele erst 2010 an den Markt gekommen. Einer der Vorreiter war der Online-Broker Flatex, der sein Angebot für Brokerage bereits im Dezember 2008 startete. Auch interessant: Einige bekannte Anbieter, selbst aus dem Kreis der internetaffinen Direktbanken und Onlinebroker, haben noch keine eigene App am Markt. Abstinenzler sind zum Beispiel noch die DAB Bank, die Netbank, der Sparkassenbroker, 1822 direkt oder die Targobank. Und selbst wenn es eine App gibt, bietet sie oft nur ein eingeschränktes Angebot.

Nicht dauerhaft kostenlos

Besonders erstaunlich: Kaum eine App bietet bisher sowohl Banking, also die Möglichkeit, Überweisungen & Co. zu tätigen, als auch Brokerage, also den Wertpapierhandel, integriert an – selbst dann, wenn eine Bank eigentlich beides offeriert. Derzeit zählen hier zum Beispiel die Deutsche Bank, die Haspa und Cortal Consors zu den Vorreitern. Es gibt also noch eine Menge Raum für Verbesserungen und die Erweiterung des Leistungsumfangs.

Die meisten Banken-Apps sind für den Kunden kostenlos erhältlich. Anders sieht es bei der Comdirect aus: Hier gibt es die App nur bis 27. September umsonst, danach soll sie 79 Cent einmalig kosten. Pfennigfuchser sollten also schnell zugreifen. Die Comdirect rechtfertigt dies mit der Multibankfähigkeit ihrer App. Ein ebenfalls multibankfähiges Produkt der Sparkassen fürs iPhone kostet übrigens ebenfalls 79 Cent.

Oft keine Apps für andere Smartphones

Wer kein Apple iPhone, sondern ein anderes Smartphone nutzt, hat es bei vielen Banken noch schwer, oft gibt es keine gesonderten Apps. Statt dessen müssen die Kunden dann auf die mobilen Webseiten der Banken ausweichen, die aber auch beständig weiterentwickelt und optimiert werden. Denn aus Sicht der Banken bleiben beide Wege für die Mobilfunkkunden – und damit auch für sie selbst – interessant. Und der nächste große Anwendungs-Tummelplatz für die Mini-Programme verspricht das Apple iPad zu werden.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

biallo.de

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