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Verbraucher Gehaltsänderungen bei der Riester-Rente beachten
Mehr Verbraucher Gehaltsänderungen bei der Riester-Rente beachten
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11:38 24.06.2010

Der Staat gewährt eine jährliche Grundzulage von 154 Euro pro Person sowie je 185 Euro für Kinder die vor 2008 geboren wurden und je 300 Euro für jedes ab dem 1.1.2008 geborene Kind.

Um die maximale Zulage zu erhalten, müssen Sparer vier Prozent ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahres-Bruttoeinkommens, maximal 2.100 Euro, auf einen Riester-Sparvertrag einzahlen. Bei 40.000 Euro Jahreseinkommen wären dies 1.600 Euro im Jahr. Dieser Betrag ist jedoch nicht komplett aus eigenen finanziellen Mitteln aufzubringen, denn die vier Prozent errechnen sich inklusive Riester-Zulagen. Hat im genannten Fall der Sparer zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren, so kann er seinen Beitragsanteil um 524 Euro mindern (einmal Grund- plus zweimal Kinderzulage). Unter dem Strich braucht er selbst nur 1.076 Euro einzuzahlen.

Vier-Prozent-Grenze nicht unterschreiten

Hat ein Riester-Sparer den förderfähigen Höchstbetrag von 2.100 Euro pro Jahr noch nicht erreicht, so muss er bei jeder Erhöhung seines Einkommens stets daran denken, künftig auch einen steigenden Betrag in den Vertrag einzuzahlen. Nur so profitiert er weiterhin von einer anteilig gleich hohen staatlichen Förderung. Wird dies vergessen, erreicht der Eigenbeitrag nicht mehr die Vier-Prozent-Grenze. Konsequenz: Die Zulagenstelle überweist nur noch anteilig Fördermittel. Auch bei anderen Veränderungen wie etwa der Geburt eines Kindes, sollte man den Anbieter des Riester-Vertrags sofort informieren. Bleibt die Meldung aus, gibt es keine Kinderzulage.

Rund 12,6 Millionen Deutsche sorgen derzeit mit einer Riester-Rente fürs Alter vor, etwa zwei Millionen verschenken dabei jährlich ihre Riester-Zulagen durch Nachlässigkeit. Viele Sparer vergessen, den Antrag zu stellen oder wollen sich nach Vertragsabschluss nicht mehr mit weiteren Formularen beschäftigen. Eine sichere Methode keine Frist zu versäumen ist, einen Dauerzulagenantrag bei seinem Riester-Anbieter zu stellen. Dieser beantragt dann automatisch jährlich die Zulagen. Allerdings ist unbedingt darauf zu achten, alle Änderungen, die die Höhe der Zulagen beeinflussen, regelmäßig dem Anbieter mitzuteilen.

Riester-Renten-Rechner - rechnen Sie aus, wie Sie der Staat Sie bei der Altersvorsorge unterstützt.

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