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Mit Mentoring zum Erfolg.

Mit Mentoring zum Erfolg.

Mentoring

Zu zweit zum Erfolg

Mentoring eröffnet neue Wege im Berufsleben. Besonders Frauen profitieren davon.

Manchmal scheint ein berufliches Ziel unerreichbar. So sehr man sich auch bemüht, befördert zu werden, ein spannendes Projekt zu bekommen oder mehr Zeit für die Familie zu haben – es klappt nicht. In solchen Situationen kann es hilfreich sein, einige Tricks von jemandem bekommen, der seine Erfolge bereits gesammelt hat. Beim Mentoring soll genau das ermöglicht werden. Die Idee: Menschen mit Erfahrung, beispielsweise Führungskräfte, stehen denjenigen als Mentoren zur Seite, die ihren beruflichen Weg noch vor sich haben. Diese sogenannten Mentees können eine Zeit lang intensiv von ihren Vorbildern lernen.

„In den letzten Jahren hat sich Mentoring vor allem als Fördermethode für Frauen manifestiert“, sagt Kathrin Mahler Walther, stellvertretende Geschäftsführerin der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) in Berlin. Frauen hätten oft keine beruflichen Vorbilder. Es sei für sie deswegen besonders wichtig, Kontakt zu anderen erfolgreichen Frauen zu bekommen. „Viele Mentorinnen hatten es bei ihrem beruflichen Aufstieg selbst schwer. Sie haben den Wunsch, ihre Erfahrungen weiterzugeben und nachfolgenden Frauen so den Weg zu erleichtern“, erklärt die Sozialwissenschaftlerin.

Mentee ist Motor der Beziehung

Mentoring wirkt auf verschiedenen Ebenen. „Zum einen erhält man durch den engen Kontakt mit seiner Mentorin eine intensive Förderung. Andererseits eröffnet die Betreuerin ihrem Schützling ihr Netzwerk“, sagt Mahler Walther. Außerdem entstünden oft auch unter den Mentees und Mentorinnen starke Netzwerke für den weiteren Berufsweg. So eine Einzelbetreuung kann in verschiedenen Lebensphasen hilfreich sein. „Manche profitieren am Anfang ihres Studiums von so einer Unterstützung, andere lassen sich beim Berufseinstieg oder nach den ersten Jahren im Job eine Zeit lang begleiten“, berichtet Mahler Walther.

„Die Mentorin ist ein Vorbild für ihre Mentee. Sie gibt Impulse und hilft ihr bei Schwierigkeiten weiter“, erklärt Heike Hein, Businesscoach mit Führungserfahrung und ehrenamtliche Mentorin aus Lüneburg. Wenn man an einem Mentoring teilnehme, sollte man allerdings wirklich bereit sein, sich zu verändern. Wer nur Bestätigung suche, könne von den Erfahrungen der Mentorin nicht profitieren. „Die Mentee ist immer der Motor in der Beziehung. Sie muss sich selbst darum kümmern, dass sie ihre Ziele voranbringt“, bestätigt Kathrin Mahler Walther.

Um einen Mentor zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. „Manchmal sind in der eigenen Firma oder auch im privaten Umfeld Vorbilder. Wenn man ihnen zutraut, einen eine Zeit lang zu begleiten, sollte man sie ansprechen“, sagt Heike Hein. Gemeinsam könne man dann die Rahmenbedingungen des Mentorings vereinbaren. Ein anderer Weg zum Mentoring führt über organisierte Programme, die etwa von Hochschulen, Vereinen, Netzwerken und Weiterbildungsträgern angeboten werden. Hier werden Mentee und Mentorin durch die Organisation ausgewählt und zusammengeführt. Außerdem wird der Prozess oft noch durch Seminare begleitet. Manche dieser Programme sind mit Kosten für die Teilnehmerinnen verbunden. Manche Firmen nehmen auch an einer Cross-Mentoring-Kooperation teil, in deren Rahmen verschiedene Unternehmen firmenübergreifende Mentoring-Tandems bilden.
Ziel ist Begegnung auf Augenhöhe

Ein Mentoring-Programm ist meist zeitlich begrenzt und läuft ungefähr ein Jahr lang. Am Anfang sollte die Mentee überlegen, an welchen Punkten sie während der Zeit mit der Mentorin arbeiten möchte. Wichtig sei auch, dass die regelmäßigen Treffen immer ein Ziel haben, sagt Heike Hein. Habe man beispielsweise ein Problem bei einer Präsentation gehabt, könne man dies gemeinsam besprechen. Manchmal könne die Mentorin auch Bücher oder Seminare empfehlen, die ihrer Mentee weiterhelfen.

Nach der Mentoring-Phase halten beide meist weiter Kontakt. „Wenn man einmal dieses Vertrauen und diese Nähe aufgebaut hat, trägt diese Beziehung auch weiterhin“, sagt Mahler Walther. Oft balanciere sich das Verhältnis zwischen den Frauen dann insofern aus, als auch die Mentorin sich ratsuchend an die Mentee wenden könnte.
Von Maria Hilt


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