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Effektiv lernen: Mit der richtigen Zeiteinteilung lässt sich das Studium trotz Prüfungsdruck bewältigen.

Effektiv lernen: Mit der richtigen Zeiteinteilung lässt sich das Studium trotz Prüfungsdruck bewältigen.© Foto: iStockphoto.com/shironosov

Studium

Entspannt durch das Bachelor-Studium

Laut einer aktuellen Umfrage stehen Bachelor-Studenten unter enormen Druck. Damit es dennoch entspannt durch den Bachelor geht, raten Experten zu einer Prioritätenliste und einem Wochenplan.

Hannover. In Rekordzeit das Studium durchziehen, in den Ferien Praktika machen und am besten noch ein Auslandsaufenthalt - viele Studenten setzen sich heute enorm unter Druck. Laut einer Befragung von Bachelor-Studenten fühlen sich zwei von drei (68 Prozent) durch das Studium gestresst. Jeder Zweite (49 Prozent) sogar so stark, dass er sich davon beeinträchtigt fühlt. Das ergibt sich aus einer Umfrage des HIS-Instituts für Hochschulforschung unter rund 4000 Bachelor-Studenten im Auftrag des Deutschen Studentenwerks (DSW).

Den Arbeitseinsatz für das Studium schätzt mehr als jeder Dritte (36 Prozent) als hoch ein - jeder Achte (zwölf Prozent) ist überfordert. Das zeigt die Sozialerhebung des DSW. Gutes Zeitmanagement ist für Studenten heute deshalb wichtiger denn je. „Eine 23-jährige Studentin mit Burn-out ist ein Extremfall, aber es gibt sie“, warnt Sabrina Störkel von der Studienberatung der Universität Duisburg-Essen. Doch wie organisieren Studenten sich richtig?

Prioritäten setzen

Wer im Studium ständig gestresst ist, sollte sich als Erstes über seine Prioritäten klar werden. Viele Studenten versuchten, sich alle Türen offen zu halten, erklärt Wilfried Schumann von der Psychosozialen Beratungsstelle der Uni und des Studentenwerks Oldenburg. Vom Job als studentische Hilfskraft bis zum x-ten Praktikum wollten viele alles mitnehmen, was sich ihnen anbiete. Doch nicht jede Erfahrung sei notwendig. Besser sei es, sich erst einmal genau zu überlegen, was für den eigenen Lebensentwurf wirklich wichtig ist.

Schumann rät allen, sich regelmäßig allein oder mit guten Freunden hinzusetzen und zu reflektieren: „Was will ich überhaupt?“ Dabei kann es helfen, sich Fragen zu stellen wie „Was wäre ein gutes Fazit am Studienende?“ oder „Wo will ich in fünf Jahren stehen?“. Wer Antworten darauf findet, kann sich viele Umwege und unnötige Belastungen im Studium von vornherein ersparen.

Viele Studenten haben auch nur eine vage Vorstellung davon, wie sie ihren Tag verbringen. Um sich die eigene Zeit besser einteilen zu können, sollten sie sich als Erstes einen Überblick verschaffen. Am besten führen sie ein oder zwei Wochen Protokoll, was sie den Tag über gemacht haben, rät Schumann. Meist stellen sich dabei schon erste Aha-Effekte ein. Vielleicht war die reine Arbeitszeit immer viel kürzer, als man dachte?

Als Nächstes sollten Studierende dann alle Tätigkeiten im Tagesprotokoll bewerten und sich überlegen: Was bringt mir die Tätigkeit überhaupt? Hier gehe es wieder darum, Prioritäten zu setzen, erklärt Schumann. Jemand verbringt täglich eine Stunde in sozialen Netzwerken? Wenn derjenige sich bewusst dafür entscheidet, ist das vollkommen in Ordnung. Entscheidend ist nur, dass alle Zeitdiebe verschwinden, die einen in Hinblick auf die eigenen Ziele nicht weiterbringen. Im Zweifelsfall bedeutet das, auch einmal Nein zum Schwätzchen in der WG-Küche zu sagen.

Wochenplan bringt Struktur in den Tag

Studenten stellen am besten einen Wochenplan auf, wie sie ihre Zeit verbringen wollen, empfiehlt Störkel. Schlaf-, Essens- und Lernzeiten - alles sollte eingetragen werden. Damit nicht alles nach zwei Tagen schon wieder überholt ist, sollten Studenten den Wochenplan idealerweise nicht zu knapp anlegen. Mit der Zeit können die meisten realistisch einschätzen, wie lange sie für eine Aufgabe brauchen. Vorausschauende planen trotzdem einen Puffer ein - fast immer kommt etwas dazwischen. Zeitpuffer sind auch wichtig, wenn neue, schwierige Aufgaben anstehen. Ein Beispiel: Wer sonst 50 Seiten in anderthalb Stunden liest, sollte bei neuen Themen eher von zwei Stunden ausgehen, rät Sabrina Störkel.

Auch feste Termine für Freunde und Pausen dürfen im Wochenplan nicht fehlen. Die meisten Studenten werden feststellen, dass ihnen in der Woche nur wenig Zeit für Pausen bleibt, sagt die Beraterin. Der Vorteil von fest geplanten Unterbrechungen: „Wenn alles erledigt ist, kann man diese Freizeit auch genießen.“

Spüren Studenten trotz vernünftiger Einteilung, dass sie dem Druck im Studium nicht gewachsen sind, sollten sie sich nicht zu lange alleine quälen, rät Stefan Grob vom DSW. Ein erster Schritt kann sein, an der Uni einen Kurs zum Thema Zeitmanagement zu machen. Bei sehr großem Stress ist auch ein Gang zur Psychosozialen Beratungsstelle des Studentenwerks sinnvoll. Der Besuch ist kostenlos - und auf Wunsch auch anonym.

Susanne Ehlerding


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