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04:24 08.10.2018
Langes, statisches Sitzen: Berufliche Vielfahrer sollten für viele Pausen und etwas Entlastung sorgen. Quelle: Uwe Anspach
Konstanz

Ob Fernfahrer oder Vertriebler: Jahr für Jahr viele Kilometer auf den Straßen unterwegs zu sein, ist für den Körper Schwerstarbeit. Er sollte entlastet werden, so gut es geht.

Dabei hilft etwa ein Tempomat. "Bei langen Autobahnfahrten ist der ein Segen", findet Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). Dadurch werde der rechte Fuß geschont, weil er nicht die ganze Zeit statisch auf dem Gaspedal verharren muss. Auch eine Mittelarmlehne hilft. "Die Schultermuskeln können so ein wenig ruhen und stehen nicht unter Dauerspannung."

Sitze mit Massagefunktion oder entsprechende Auflagen bringen aus Sicht des Experten dagegen wenig. "Das ändert nichts an den Ursachen von Rückenschmerzen. Das statische Sitzen ist das Problem." Also eher mal die Sitzpositionen ändern? Das nütze auch kaum etwas, weil die Körperwinkel dabei nur minimal verschoben werden.

Berufliche Vielfahrer sollten lange Strecken keinesfalls am Stück durchziehen. Etwa alle zwei Stunden ist eine kurze Pause angebracht. Die Zeit auf dem Rastplatz bietet sich für einige Lockerungsübungen an. "Arme nach oben strecken und auf die Zehenspitzen stellen, dann ein paar Meter laufen", sagt Walter. Oder man legt die Arme auf das Autodach und streckt den Rücken möglichst waagerecht durch.

Empfehlenswert ist Walter zufolge auch: einfach mal auf ein Bein stellen, um die tiefliegende Muskulatur zu aktivieren, oder bewusst einen längeren Fußweg zum Toilettenhäuschen wählen.

dpa

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