Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles Handwerk wirbt in Schulen um Lehrlinge
Mehr Studium & Beruf Aktuelles Handwerk wirbt in Schulen um Lehrlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:32 12.03.2015
Stuckateur Detlef Meier ist auf der Internationalen Handwerksmesse in München vertreten. Dort wird unter anderem über die Nachwuchssorgen beraten. Quelle: Andreas Gebert/dpa
Anzeige
München

Die Fachkräftesicherung entwickle sich zu einem der drängendsten Probleme für das Handwerk, warnte der Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Volker Ulbricht, am Donnerstag (12. März) auf der

Handwerksmesse (11. bis 17. März) in München. In einer Umfrage unter rund 3000 Betrieben habe fast die Hälfte Personalmangel als Problem angegeben.

Im vergangenen Jahr konnte das Handwerk rund 20 000 Lehrstellen nicht besetzen. "Der Wettbewerb um Köpfe und Hände ist voll entbrannt", sagte der Vize-Präsident des Bäckerhandwerks, Michael Wippler.

Im laufenden Ausbildungsjahr entschieden sich erstmals mehr Schulabgänger für ein Studium als für eine Ausbildung.

Besonders schwer fällt das Anwerben junger Leute derzeit den Metzgern, die unter Image-Problemen ihres Berufs leiden. "Wir müssen die jungen Menschen in den Betrieb holen, um ihnen zu zeigen, dass der Metzger nicht dick, dumm und blutverschmiert ist", sagte der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands, Heinz-Werner Süss.

Praktika in den Betrieben seien der beste Weg, um überholte Klischees aus der Welt zu schaffen und Schüler für den Beruf zu gewinnen. Mit einer Kampagne im Internet wendet sich der Fleischer-Verband auch an Lehrer, denen die Ausbildungswege aufgezeigt werden sollen.

Das Metallhandwerk setzt bereits in den Grundschulen an: Ausgebildete "Berufsorientierungsbeauftragte" sollen mit praktischen Projekten schon junge Kinder für die handwerkliche Arbeit erwärmen.

Gerade Mädchen könnten durch Selbermachen am besten für das Handwerk begeistert werden, sagte der Präsident des Bundesverbandes Metall, Erwin Kostyra. "Handwerk ist schmutzig, Handwerk ist schwer" - dieses Vorurteil gelte es zu widerlegen. Aber auch Studienabbrechern etwa im Maschinenbau will die Branche Chancen im Handwerk aufzeigen.

Die Bierbrauer haben hingegen keine Schwierigkeiten mit dem Nachwuchs. Es gebe immer noch wesentlich mehr Bewerber als Stellen, sagte der Präsident der Privat-Brauereien, Detlef Projahn. Die Perspektiven nach der Ausbildung seien günstig, weil gelernte Brauer auch im Ausland gefragt seien: "Deutsche Brauer werden auf der ganzen Welt gesucht."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit abschätzigen Scherzen über Mitarbeiter tun sich Chefs keinen Gefallen. Der richtige Witz aber kann Führungskräften viel bringen. Freundlicher Humor verbessert die Beziehung zwischen Chefs und ihren Mitarbeitern.

11.03.2015

Keine Lust auf den Job? Innerlich gekündigt? Jeder siebte Beschäftigte (15 Prozent) sagt das von sich. Auf Dauer macht so eine Haltung krank. "Der Körper wird gezwungen, etwas zu machen, was der Geist nicht will", sagt Prof. Manuel Tusch, der als Coach Berufstätige berät.

10.03.2015

Auch Auszubildende haben ein Recht auf bezahlten Urlaub. Unter 18 Jahren bekommen sie laut Gesetz sogar mehr freie Tage als Erwachsene. Mindestens 30 Werktage pro Jahr muss ein Betrieb Jugendlichen freigeben, die zu Beginn des Kalenderjahres jünger sind als 16 Jahre.

09.03.2015
Anzeige