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Klasse M6 Das Sprengel-Museum: Außen schwarz und innen bunt
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11:50 17.03.2017
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Ein Interview mit Prof. Helmut Drewes, Ingenieurbüro Drewes und Speth

Von Franka , 10 Jahre, M5, Südstadtschule

Ich gehe gerne ins Museum. In Hannover mag ich das Sprengel-Museum besonders gerne. Das liegt an den vielen bunten Kunstwerken, die dort ausgestellt sind. Im Moment gibt es eine Ausstellung mit Skulpturen von Niki de Saint Phalle, die ich schön finde. Am allerbesten gefällt mir ein riesiger glitzernder Totenkopf. (Bild 1). Manchmal ist die Kunst im Museum aber auch ganz schön schräg. (Bild 2)

Ich habe einen Freund, der heißt Helmut Drewes und der hat an dem neuen Teil vom Sprengel-Museum gebaut. Neulich war ich mit ihm zusammen dort und er hat mir alles gezeigt. (Bild 3) Hinterher habe ich ihm ein paar Fragen gestellt.

Hast Du den Anbau vom Sprengel-Museum ganz alleine gebaut oder haben noch andere mitgemacht?

Der Entwurf für den Anbau des Sprengelmuseums stammt von den Schweizer Architekten Meili und Peter. Das Büro Drewes und Speth und das Büro Werner Sobek haben gemeinsam die Tragwerksplanung gemacht. Weitere Ingenieurbüros waren für die Gebäudetechnik, den Brandschutz und die Bauphysik zuständig.

Was heißt überhaupt „Tragwerksplanung“?

Die Tragwerksplaner sorgen dafür, dass das Gebäude sicher steht.

Habt Ihr beim Bauen auch Fehler gemacht?

Um Fehler zu vermeiden wird die Tragwerksplanung durch einen amtlich bestellten Prüfingenieur überprüft. Das nennt man auch das „Vieraugen-Prinzip“. Damit werden mögliche Fehler weitestgehend ausgeschlossen.

Ist etwas in dem neuen Teil des Gebäudes, was dort nicht sein sollte?

Nein, nach meinem Empfinden ist die Umsetzung des Entwurfes gut gelungen.

Habt Ihr etwas anders gemacht, als es zuerst geplant war?

Im Rahmen des Planungsprozesses wurde die im Wettbewerb vorgesehene verspiegelte Glasfassade durch eine skulpturale Betonfassade ersetzt. Die Betonfassade war kostengünstiger als eine Glasfassade. Diese Entwurfsänderung wurde durch die Wettbewerbsjury bestätigt.

War der Architekt traurig, dass das Gebäude nicht allen gefällt?

Wenn man außergewöhnliche Architektur entwirft, muss man mit Kritik rechnen. Der Architekt muss das aushalten

Was hättest Du jetzt lieber anders?

Einer meiner Lehrer, Bernhard Tokarz, hat mir beigebracht, dass ein  Ingenieur, der sagt: „Beim nächsten Mal machen wir alles noch einmal genauso!“, ein schlechter Ingenieur ist. Das bedeutet, die Erkenntnisse, die man während eines Planungsprozesses gewinnt, müssen dazu führen, dass man bei der nächsten Bauaufgabe andere Lösungen findet.

Was findest Du am tollsten an dem neuen Anbau?

Am schönsten finde ich die gewendelte Treppen- und Rampenanlage im Verbindungsbau zwischen dem Altbau und dem neuen Anbau. Der Architekt Markus Peter bezeichnet diese Treppenskulptur auch als Anakonda. (Bild 4)

 

Ich mag die Treppe auch gerne, ein bisschen sieht sie wirklich wie eine große Schlange aus. Am tollsten finde ich aber die kleinen Zimmer mit den Sofas. Man kann sich dort ausruhen und einfach nur rausgucken. (Bild 5)

Vielen Dank für das Interview, Helmut!

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