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Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit können ihr Auto nach ihren individuellen Bedürfnissen umrüsten lassen.

Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit können ihr Auto nach ihren individuellen Bedürfnissen umrüsten lassen.© iStockphoto.com/AndreyPopov

Behindertengerecht ausgerüstete Fahrzeuge

Mobilität ist ein hohes Gut

Behindertengerecht ausgerüstete Fahrzeuge können schon übers Internet konfiguriert werden.

Mobilität ist wie ein ungeschriebenes Grundrecht und für die meisten Menschen so selbstverständlich wie das morgendliche Zähneputzen. Doch für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit ist Mobilität ein hohes Gut. Neben den Spezialanbietern haben sich viele Autohersteller inzwischen darauf eingestellt und rüsten ihre Fahrzeuge ab Werk mit den entsprechenden maßgeschneiderten Umbauten aus. Inzwischen ist es wie bei Volkswagen möglich, ein Fahrzeug im Internet individuell zu konfigurieren.

Die Anforderungen an ein Auto, das auf einen Menschen mit einer körperlichen Behinderung zugeschnitten ist, sind ganz unterschiedlich: Manchmal genügt ein spezieller Bedienhebel oder ein Lenkraddrehknauf für rund 200 Euro, manchmal muss es aber auch ein schwenkbarer Sitz sein, der 4500 Euro kosten kann.

Umbaumaßnahmen sind sehr individuell

Die Angebote der Hersteller sind dabei ganz unterschiedlich. Einige Marken bieten die Umrüstungen über nahezu die gesamte Modellpalette an, andere beschränken sich auf ganz bestimmte Fahrzeugtypen, bei denen auch die Möglichkeit besteht, beispielsweise Fahrzeugrampen und Verladesysteme einzubauen, damit Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, mobil sein können. Günstig sind diese Angebote in der Regel allerdings nicht. Für ein rollstuhlgerecht ausgestattetes Auto werden im Schnitt rund 30 000 Euro fällig. Etwas anders sieht es bei den Firmen aus, die sich auf eine nachträgliche Umrüstung spezialisiert haben (beispielsweise Paravan oder die Reha Automotive Group). Sie können jedes Fahrzeug umbauen und individualisieren. Zu den häufigsten Umbauten zählen neue Gaspedale beim Verlust eines Beins, Handbedienhebel für Gas und Bremse, die meistens mit am Lenkrad angebracht werden, oder auch komplexe Systeme wie Dreh- oder Schwenkstühle, die das Ein- und Aussteigen möglich machen. Inzwischen gibt es sogar komplette Umbauten, bei denen ein Rollstuhl an die Stelle des Fahrersitzes tritt.

Finanzielle Unterstützung möglich

Weil behindertengerecht ausgerüstete Fahrzeuge in den meisten Fällen recht teuer sind, gibt es abhängig vom Grad der Behinderung Zuschüsse unterschiedlicher Verbände und Vereinigungen, aber auch der Bundesagentur für Arbeit. Auch die Hersteller räumen häufig Rabatte ein. Dazu gibt es bei bestimmten Voraussetzungen Steuerermäßigungen.

Grundlegende Informationen
zu allen Bereichen der eingeschränkten Mobilität gibt es beispielsweise im Internet bei „Mobil mit Behinderung“ auf der Seite: www.mobil-mit-behinderung.de/content/pages/home.htm


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