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Gesund und schön
Spezialisiert und zertifiziert: Für Menschen in der zweiten Lebenshälfte bietet das ZahnMedizinische Team am Aegi ein besonderes Behandlungskonzept an.

Spezialisiert und zertifiziert: Für Menschen in der zweiten Lebenshälfte bietet das ZahnMedizinische Team am Aegi ein besonderes Behandlungskonzept an.© Daniel Junker

ZMTAA-Interview

Parodontitis ist eine lebenslange Infektionskrankheit

Mundhygiene beugt Krankheiten vor / Ob Implantat oder Prothese ist eine individuelle Entscheidung

Hannover. Dr. Munack, Sie engagieren sich stark in der Seniorenzahnmedizin und sind als eine der wenigen Praxen in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGFAZ M) zertifiziert. Warum engagieren Sie sich so sehr in diesem Bereich?
Dr. Munack: Mehr als 30 Prozent der Menschen, die zu uns kommen, sind älter als 60 Jahre. Es ist eines meiner wichtigsten Anliegen, Menschen mittleren Alters und darüber in allen Bereichen der Zahnmedizin umfassend zu beraten und zu behandeln, um ihnen so bis ins hohe Lebensalter eine bestmögliche Lebensqualität zu bieten.

Dr. med. dent. Jörg Munack, M. Sc.

Dr. med. dent. Jörg Munack, M. Sc.

Dr. Becker, wie kann eine gesunde Mundhöhle zur allgemeinen Gesundheit beitragen?
Dr. Becker: Zwischen 60 und 80 Prozent aller internistischen Erkrankungen, dazu zählen zum Beispiel Gefäßerkrankungen, Herzerkrankungen, Schlaganfall und Diabetes stehen im Zusammenhang mit der Parodontitis. Gesund beginnt im Mund. Wir sind auf dem Weg dahin, Parodontitis zu erkennen, bevor sie beginnt. Einmal erworben, ist sie eine lebenslange Infektionskrankheit die man nicht heilen, sondern nur therapieren beziehungsweise zum Stillstand bringen kann.

Wie sieht diese Therapie aus?
Dr. Becker: Eine Keimtestanalyse kann zum Beispiel in vielen Fällen helfen, die notwendige, individuelle, mechanische Parodontitistherapie gezielt mit einem Antibiotikum effektiver zu behandeln.

Wie oft empfehlen Sie eine professionelle Zahnreinigung in der Praxis?
Dr. Munack: Alle drei Monate, ein Leben lang, das ist unsere Praxisphilosophie, die wissenschaftlich auch untermauert ist. Dazu morgens und abends die Zähne putzen, insgesamt vier Minuten im Oberund Unterkiefer. Mit allen elektrischen Zahnbürsten erreicht man dabei deutlich bessere Ergebnisse. Zur Zahnreinigung zu Hause gehört außerdem die Zahnzwischenraumreinigung mit Zahnseide oder Interdentalbürsten sowie das Spülen mit einer antibakteriellen Mundspülung.

Dr. med. dent. Jens Becker, M. Sc.

Dr. med. dent. Jens Becker, M. Sc.

Wenn ein Zahnverlust nicht mehr zu stoppen ist, ist ein Implantat dann immer die beste Lösung?
Dr. Becker: Ein Implantat kann eine gute Lösung sein. Und wenn der Zahnverlust nicht zu stoppen ist, sollte die Entfernung auch möglichst rasch erfolgen, um durch die Parodontitis nicht zu viel Knochen für das spätere Implantat zu verlieren. Trotzdem sind in vielen Fällen auch konventionelle Lösungen wie herausnehmbarer Zahnersatz individuell die bessere Alternative.

Eignen sich Implantate auch für Prothesenträger?
Dr. Munack: Häufig kommen Patienten zu uns, die Probleme mit ihrer Prothese haben. Ein ungünstiger Halt, Wackeln, Probleme beim Zubeißen oder beim Sprechen. Manche können gar nicht mehr richtig essen, viele schämen sich und wollen den Mund nicht mehr öffnen. Gerade bei älteren Patienten mit einem sehr geringen Knochenangebot eignen sich oft auch Mini- Implantate, um die Prothese schneller, schonender und zum Teil auch preisgünstiger zum Halten zu bringen und dem Patienten so ein großes Stück Lebensqualität und Zufriedenheit zurückzugeben.

"Es ist eines meiner wichtigsten Anliegen,Menschen mittleren Alters und darüber in allen Bereichen der Zahnmedizin umfassend zu beraten und zu behandeln …“

Dr. med. dent. Jörg Munack, M. Sc.:
ZahnMedizinischesTeam am Aegi


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