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Aktuelles Psychotherapie: Das Gefühl muss stimmen
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07:00 08.04.2013
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Andernach

"Wer das Gefühl hat, dass der Therapeut keine gute Arbeit leistet, sollte die Therapie nicht der Form halber zu Ende bringen oder sogar durchleiden." Absolut untragbar sei es zum Beispiel, wenn der Therapeut während der Sitzung Telefonate annimmt oder ständig von seinen eigenen Problemen und Erfahrungen erzählt. "Das ist unprofessionell", sagt die Expertin.

Manchmal fehle es aber einfach an Sympathie. Auch nach den "Schnupper-Stunden", also den Sitzungen, die die Krankenkassen Patienten zum Kennenlernen eines Psychotherapeuten anbieten, kann es zum Beispiel sein, dass "keine Passung zwischen Patient und Therapeut" entsteht, wie Roth-Sackenheim es formuliert. "Manche fühlen sich grundsätzlich unverstanden oder nicht ernst genommen und es entsteht Unbehagen in der Therapiestunde." Wichtig sei es, diese Wahrnehmung gegenüber dem Therapeuten offen anzusprechen.

Das koste zwar Überwindung: "Es nützt aber auch nichts, diese Gefühle aus Höflichkeit zu verschweigen." Ein guter Therapeut reagiere auf solche Kritik konstruktiv und strebe eine Klärung für den Patienten an. Manchmal könne der Ausdruck des Unwohlseins auch ein wichtiges Symptom der psychischen Erkrankung sein. "Dann kann man daran gezielt arbeiten", sagt Roth-Sackenheim. Wenn jedoch keine Besserung eintritt, "ist es sinnvoller, die Zusammenarbeit zu beenden und sich einen anderen Psychotherapeuten zu suchen".

Mehr Informationen bietet das Patientenportal des Verbandes unter psychiater-im-netz.de.

dapd

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