Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aktuelles Welchen Nutzen Prognosen für Anleger haben
Mehr Finanzen Aktuelles Welchen Nutzen Prognosen für Anleger haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:40 03.01.2018
Wer sein Geld in Aktien investiert, sollte sich vorher ein Bild über das Unternehmen machen. Doch wo finden Aktionäre hilfreiche informationen? Quelle: Alexander Heinl/dpa
Stuttgart

Jedes Jahr geben Analysten und Experten Prognosen zu den Entwicklungen an den Börsen und Kapitalmärkten ab. Oft überbieten sich Analysten, Experten oder Wissenschaftler jedes Jahr aufs Neue mit ihren Vorhersagen.

Anleger sollten aber besser nicht hinhören, findet Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart.

Frage: Wie verlässlich sind solche Prognosen?

Antwort: Sie sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Unzählige Untersuchungen belegen, dass Kapitalmarktentwicklungen nicht zuverlässig prognostizierbar sind. In einer prominenteren Studie hat man simuliert, wie Affen jährlich seit 1968 durch Würfeln zufällig ein Aktienportfolio zusammenstellen. Dessen Wertentwicklung war weit besser als die eines Portfolios, das von sogenannten Profis verwaltet wurde.

Frage: Woran liegt das?

Antwort: An den Börsen werden Erwartungen an die Zukunft gehandelt. Im heutigen Preis von Aktien, Gold und Anleihen steckt die heutige Erwartung an die zukünftige Entwicklung. Für eine Prognose zum Jahresende reicht es also nicht zu wissen, wie sich etwa Rohstoffpreise und Nachfrage in 2018 entwickeln werden. Man müsste auch wissen, wie die Anleger auf die Entwicklungen reagieren und ob sie Ende 2018 optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blicken. Euphorie und Angst lassen sich aber unmöglich vorhersagen. Manchmal kann schon ein einzelnes Ereignis die Stimmung kippen.

Frage: Worauf sollten Anleger stattdessen achten?

Antwort: Statt zu überlegen, ob, wann und in welche Branche und in welche Länder man in diesem Jahr investieren sollte, kann man es sich viel einfacher machen: Man verteilt das Geld auf alle Branchen und viele Länder, indem man preiswerte Indexfonds kauft. Die lässt man dann liegen, bis man das Geld wieder braucht. Denn "Hin und Her macht Taschen leer" - an ständigen Käufen und Verkäufen verdienen nur die Banken, nicht die Anleger. Welchen Anteil des Vermögens man sicher, ohne nennenswerte Rendite und dafür ohne Wertschwankungen anlegen will, kann jeder nach seinen Vorstellungen festlegen.

dpa

Bargeld bräuchten Verbraucher in Deutschland rein technisch längst nicht mehr. Doch die Bundesbürger hängen an Scheinen und Münzen. Andernorts ist die bargeldlos Welt dagegen fast Realität - und zeigt, wie es bald hierzulande aussehen könnte.

02.01.2018

Für Bankkunden bringt das neue Jahr einige Änderungen: Gespräche mit dem Wertpapierberater werden künftig aufgezeichnet und archiviert. Das soll vor allem zum Wohl der Verbraucher geschehen.

02.01.2018

Das Bundeskartellamt sollte einst helfen, die Nachkriegs-Wirtschaft zu entflechten. Heute geht es der Bonner Behörde um Verbraucherthemen für Jedermann wie zu hohe Lebensmittelpreise und Abzocke im Internet. Zu Jahresbeginn 2018 feiert die Behörde ihren 60. Geburtstag.

29.12.2017