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Andenken bewahren Das Meer als letzte Ruhestätte
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15:34 02.04.2015
Bei der Seebestattung wird die Asche in einer Urne, die sich im Wasser vollständig auflöst, von einem Schiff aus ins Meer gelassen. Quelle: istockphoto.com/maximuscci

In Deutschland können Menschen zwischen einer Erd- und einer Feuerbestattung wählen: Bei der Erdbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg auf einem Friedhof beerdigt. Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam in einem Krematorium eingeäschert und in einer Urne auf dem Friedhof oder einer eigens dafür vorgesehenen Fläche beigesetzt. Für alle Bestattungsorte in Niedersachsen gilt jedoch der Friedhofszwang, das heißt: Der Beisetzungsort muss als Friedhof ausgewiesen sein.

Bei einer Erdbestattung kann der Verstorbene in einem Wahlgrab, einem Reihengrab, aber auch in einer anonymen Gemeinschaftsgrabanlage seine letzte Ruhestätte finden. Hat sich der Verstorbene zu Lebzeiten oder dessen Angehörige für ein Wahlgrab entschieden, dürfen sie sich eine Grabstelle auf dem Friedhof aussuchen. Viele Familien verfügen bereits über ein Wahlgrab. Ein Reihengrab wird dagegen zumeist nach einer festgelegten Reihenfolge vergeben.

Besondere Regeln für Seebestattung

Anonyme Beisetzungen sind sowohl für Särge als auch für Urnen möglich. Hier wird der Verstorbene in einem eigens dafür bestimmten Bereich des Friedhofs, etwa einer Rasenfläche, beigesetzt. Die einzelne Grabstelle wird jedoch nicht gekennzeichnet.

Wer sich für eine Feuerbestattung entscheidet, kann unter weiteren Beisetzungsorten wählen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Verstorbene diesen Wunsch zu Lebzeiten in einer Willenserklärung festgelegt hat. Die Urne mit seiner Asche kann dann außer auf dem Friedhof in einem Kolumbarium, in einem Meer oder an den Wurzeln eines Baumes etwa in einem Friedwald oder einem Ruheforst beigesetzt werden.

Besondere Vorschriften gelten, wenn die Totenasche im Meer beigesetzt werden soll. Denn eine Seebestattung ist nur möglich, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten eine Bindung zum Meer hatte. Die wasserlösliche Seeurne wird dann von einem Schiff aus in einem als Friedhof ausgewiesenen Gebiet der Nord- oder Ostsee ins Meer hinabgelassen oder die Totenasche aus einem Flugzeug, Hubschrauber oder Heißluftballon über dem Gebiet verstreut. Wer eine See- oder Luftbestattung möchte, sollte dies zu Lebzeiten schriftlich verfügen. Im Todesfall kann diese aber auch von den Angehörigen bestimmt werden. Vordrucke für Seebestattungsverfügungen können im Internet heruntergeladen werden. Seebestattungen bietet zum Beispiel die Feuerbestattungsgesellschaft Hannover und Niedersachsen an. In diesem Fall wird die Urne mit der Totenasche nordwestlich des Leuchtturms Westerheversand beigesetzt. Die Angehörigen erhalten anschließend Fotos von der Seebestattung und eine Karte mit den Koordinaten der Beisetzungsstelle.

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