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Trauer
Feuerbestattung oder teurer Sarg

Bestattungskosten werden oft unterschätzt

Viele wollen nicht mehr als 4000 Euro für eine Bestattung ausgeben.

Werden Bundesbürger danach gefragt, wie viel Geld sie in einem Trauerfall für Friedhof, Bestatter, Friedhofsgärtner und Steinmetz ausgeben müssen, dann liegen sie in ihrer Einschätzung häufig zu niedrig. Die Hälfte der Deutschen möchte in diesem Fall nicht mehr als 4000 Euro bezahlen, wie eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts Emnid im November 2013 ergeben hat. 4000 Euro seien auf den ersten Blick viel Geld, sagt Christoph Keldenich, Vorsitzender der Aeternitas Verbraucherinitiative Bestattungskultur. Für die Bestattungskosten sei dies aber häufig zu wenig. Wie auch die Stiftung Warentest rechnet Aeternitas mit Gesamtkosten von durchschnittlich 6000 Euro.

Zwar gilt: Eine Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung ist in der Regel kostengünstiger als eine Erdbestattung mit Sarg. Aber auch bei der günstigsten Variante der Urnenbestattung kommen Preise zwischen 2000 und 3000 Euro zusammen – besonders billige Discount-Angebote mit anonymer Beisetzung nicht mitgerechnet. Im Preis enthalten seien dann die wichtigsten Leistungen des Bestatters und die Kosten für Einäscherung und Grabstätte, erläutert die Verbraucherinitiative. Wer sich jedoch für einen hochwertigen Sarg, ein Trauermahl mit vielen Gästen, ein Familiengrab und einen aufwendigen Grabstein entscheidet, sei schnell bei Kosten von 10 000 Euro.


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