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Persönliche Kontakte sind für beruflichen Aufstieg unerlässlich

Kontaktpflege ist im Beruf beinahe überlebensnotwendig. Wer kein gutes Netzwerk an persönlichen Kontakten hat, steht trotz guter Leistungen schnell auf dem Abstellgleis, während andere auf der Karriereleiter an ihm vorbeiziehen.

Bredenbek. Karriereexperten raten Beschäftigten deshalb, Beziehungen einen mindestens ebenso hohen Stellenwert einzuräumen wie dem Fachlichen. "Persönliche Kontakte helfen, den Arbeitsplatz abzusichern und im Job vorwärtszukommen", sagt Christian Püttjer von der Karriereakademie in Bredenbek. "Klassisches Networking ist im Grunde Personalentwicklung in eigener Sache." Es diene dazu, sich Möglichkeiten zu erarbeiten, um den Arbeitsplatz zu wechseln. "Wer sich bei der Arbeit nur auf die fachliche Ebene konzentriert, bleibt oft da, wo er ist, denn kein Chef lässt von sich aus gerne gute Mitarbeiter gehen", betont der Karriereexperte.

Püttjer merkt an, Jobwechsel nicht erst dann in Betracht zu ziehen, wenn man von der Arbeit genervt ist, sondern auf After-Work-Partys, abteilungsübergreifenden Feiern, Vorträgen, Messen oder Weiterbildungen "seine Fühler auszustrecken". Vorteilhaft sei dabei, die Kunst des Small Talks zu beherrschen. "Wer Kontakte herstellen möchte, muss seinem Gegenüber eine 'akustische Visitenkarte' mitgeben, sodass er eingeordnet und später wiedererkannt wird", sagt Püttjer. Man sollte hauptsächlich über das Positive an seiner Arbeit sprechen und zwei bis drei kurze Episoden aus dem Berufsalltag einfließen lassen, in denen man erfolgreich war.

Häufig begingen Mitarbeiter den Fehler, negativ über ihre Arbeit zu reden. "Das ist zwar Psychohygiene, bringt aber im Networking niemanden weiter", betont der Karriereberater. Anders als etwa in den USA sei es unter Beschäftigten in Deutschland weitverbreitet, zu jammern und eine Leidensgemeinschaft herzustellen. Durch Negativbotschaften werde jedoch die persönliche Ausstrahlung eingetrübt, schnell gilt man als misserfolgsorientiert und problembeladen. Jobsuchende sollten besser über Dinge reden, die ihnen bei der Arbeit Spaß machen, und nachfragen ob es sich lohnt, mit dem Unternehmen ihres Gesprächspartners Kontakt aufzunehmen. Wer auf Feiern und Veranstaltungen Networking betreibt, sollte darauf achten, sich nicht an einem einzigen Kommunikationspartner "festzubeißen", weil man unbedingt in die Tiefe gehen will. Wichtig sei, mehrere Kontakte zu suchen.

Beim Wiedertreffen kann ein kurzes Memo im Kopf über die betreffende Person den Gesprächseinstieg vereinfachen. Püttjer: "Man sollte Namen, Position, Firma, Familie, Urlaub, Lieblingsessen oder -drink wenn möglich verfügbar haben." Persönliche Dinge, wie Hobbys, Familie oder Urlaub eigneten sich hervorragend als "Door-Opener".

dapd


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