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Mitten im Leben
Inklusive Zeichen bald im Standardsatz?

Inklusive Zeichen bald im Standardsatz der Tastatur?

INKLUMOJIS

Neue Zeichen in der digitalen Welt

Mit sogenannten Inklumojis will die Aktion Mensch die Welt der Smartphone-Kommunikation bunter machen.

Die Familie der Inklumojis bekommt Zuwachs: Insgesamt 20 neue Ideogramme sorgen ab sofort für noch mehr Vielfalt auf dem Smartphone. Sie ergänzen die bisher 27 inklusiven Aktion-Mensch-Emojis, Icons und GIFs, die Menschen mit und ohne Behinderung zeigen. Die Inklumojis können kostenlos als barrierefreie Tastatur-App im App Store sowie im Google Play Store heruntergeladen werden.

Inklusion auf dem Smartphone

Emojis sind aus der Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Sie ergänzen und unterstreichen Nachrichten, die wir digital über die verschiedenen Messenger-Dienste versenden – vom Smiley bis zum „Daumen hoch“. Für mehr Vielfalt auf dem Smartphone sorgen dabei seit Anfang des Jahres inklusive Emojis, Icons und GIFs, die Menschen mit und ohne Behinderung darstellen. Mit der Entwicklung der neuartigen Bildzeichen will die Aktion Mensch Inklusion nicht nur in der Gesellschaft vorantreiben, sondern auch in der alltäglichen Kommunikation.

Um die Icons und GIFs einsetzen zu können, müssen Nutzer lediglich die Tastatur aktivieren, das passende Emoji auswählen und als Bild versenden. Mit männlichen und weiblichen Piktogrammen, Emojis mit unterschiedlichen Hautfarben, gleichgeschlechtlichen Paaren und Familien halten Gleichberechtigung und Vielfalt bereits seit geraumer Zeit Einzug in die Kommunikation über Smartphone, Tablet und Computer. Emojis mit Behinderung haben die Nutzer von SMS- und Messenger-Diensten wie Whatsapp oder Threema bislang jedoch vergeblich gesucht.

Neue Zeichen für mehr Vielfalt

Dank der inklusiven Icons soll das in Zukunft anders werden. Dabei bilden die vielseitigen Bildzeichen eine ganze Bandbreite von Motiven und Situationen ab – vom Sportler mit Behinderung über Personen im Rollstuhl bis hin zu Gebärden und inklusiven Liebespaaren. Neu hinzugekommen sind jetzt neben Darstellungen verschiedener Berufsarten vor allem Inklumojis mit ganz unterschiedlichen Behinderungen. Als Basis für die neuen Motive wurden die bisherigen Nutzer der App im Vorfeld dazu befragt, welche Inklumojis ihnen fehlen. Häufigstes Nutzer-Feedback war der Wunsch, eine breitere Vielfalt an Behinderungen abzubilden. Diese Rückmeldung ist nun in die Motivauswahl eingeflossen. Ab sofort gibt es nicht nur Emojis, die mit den Füßen applaudieren, eine Gehhilfe nutzen, mit Hörhilfe Sport machen oder sich über einen kaputten Rollstuhlreifen ärgern. Es gibt auch Symbole für Gebärdensprachdolmetscher, Fernseh-Untertitel oder ein Elefanten-Mutter-und-Baby-Icon mit Rüsselprothese. Alle Inklumojis sind sowohl in weiblicher als auch männlicher Ausführung verfügbar – auch die bisherigen Emojis wurden um diese Funktion ergänzt.

Inklusive Zeichen bald im Standardsatz?

Mit der Weiterentwicklung der witzigen Bildzeichen macht sich die Aktion Mensch dafür stark, Inklusion nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im digitalen Schriftverkehr und der mobilen Kommunikation voranzutreiben. Ziel ist es, die Inklumojis als Teil des Unicode-Zeichenstandardsatzes zu etablieren. Einen entsprechenden Antrag beim Unicode-Konsortium – dem Gremium, das über die Standardisierung von Schriftzeichen und Textelementen entscheidet – hat die Aktion Mensch bereits im Juni gestellt. Wird der Antrag angenommen, können die Inklumojis etwa ab Mitte 2018 über die reguläre Emoji-Tastatur genutzt werden.


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