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Surfen ohne HIndernisse: Barrierefreie Websites ermöglichen allen Nutzern den Zugang zu Inhalten – das zeigen auch die Inklumojis.

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Zugang ins Netz

Internet ohne Begrenzung

Auch für Menschen mit Handicap muss der Zugang ins Netz möglich sein.

Unser Alltag ist ohne das Internet nicht mehr denkbar. War es vor einigen Jahren noch so, dass Informationen aus dem Internet als Ergänzung zum täglichen Leben dienten, ist heute ohne Internet vieles gar nicht mehr möglich. Das betrifft sowohl Dienstleistungen und Informationsflüsse als auch die Kommunikation mit Freunden über soziale Plattformen oder sogar die Jobsuche. Menschen mit Behinderungen sind hier häufig im Nachteil, weil viele Internetauftritte nicht barrierefrei aufgebaut sind. Doch was ist eigentlich eine Barriere im Internet?

Das Internet ist heute Normalität, sowohl im Privaten als auch im Berufsleben. Wer hier wegen eines Handicaps Schwierigkeiten hat, ins Netz zu kommen, ist von vornherein benachteiligt. Vier Arten von Behinderungen sind zu unterscheiden: Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit, Blindheit und Sehbehinderung, motorische Behinderungen und Lernbehinderungen.

Jedes Handicap erfordert spezielle Hilfen

Sehbehinderte sind in erster Linie auf Kontraste und klare Textgrößen angewiesen. Für blinde Menschen sind Kontraste dagegen unwichtig, sie brauchen Textalternativen und eine Hardware, die Texte aus dem Internet in Blindenschrift transformiert. Ganz anders liegt der Fall bei Menschen mit Schwerhörigkeit, die vor allem Probleme bei Audio- oder Videoinhalten bekommen. Wer taub ist, benötigt Untertitel oder Inhalte in Gebärdensprache. Menschen mit motorischen oder altersbedingten Einschränkungen sind auf spezielle Tastaturen oder Eingabemöglichkeiten wie eine Augensteuerung angewiesen. Für Menschen mit einem geistigen Handicap oder einer Lernbehinderung sind Inhalte in Leichter Sprache und eine leicht verständliche Seitenstruktur wichtig.

Optimal wäre es, wenn die Entwickler von Webseiten all diese Kriterien berücksichtigen. Hinter dem sogenannten Mehrkanalprinzip steht der Gedanke, dass eine Aktion im Internet auf mindestens zwei Wegen zugänglich ist.

Die EU-Richtlinie 2102 verpflichtet öffentliche Stellen wie Verwaltungen, Gerichte und Universitäten zum barrierefreien Zugang zu Webseiten und mobilen Anwendungen. Damit wird in Deutschland Barrierefreiheit künftig auch auf kommunaler Ebene festgeschrieben. Die Rechtsetzung ist am 2. Dezember 2016 veröffentlicht worden und muss nach Inkrafttreten innerhalb von 21 Monaten, also spätestens im September 2018, in nationales Recht umgesetzt werden.


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