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HAJ Hannover Marathon Beste Freunde laufen
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14:35 04.04.2018
Gemeinsam laufen: AWO-Kitas, so wie hier aus der Levester Straße, stellen die größte Gruppe bei den Kinderläufen. Quelle: Petrow
Hannover

Jesko trägt eine schwarze 96-Mütze, Robert eine flotte Brille. Der Sechs- und der Fünfjährige halten sich an den Händen, sie sind beste Freunde. Und am 7. April beim Marathon- Familientag gemeinsam am Start. „Ich bin schneller“, sagt Jesko, „aber ich bin ja auch älter.“ Robert ist aber auch „schnell wie der Wind“, der Schulanfänger findet: „Wenn ich laufe, schlägt mein Herz so richtig.“

Jesko und Robert sind zwei von 33 Schulanfängern der Kita Levester Straße in Oberricklingen, die am ersten April-Sonnabend auf die neue Kinderlauf-Strecke gehen. Start und Ziel ist dann wie bei den Großen am Sonntag auf dem Friedrichswall vor dem Rathaus, die 800-Meter-Runde geht einmal rum um den Sitz des Oberbürgermeisters. „Eine tolle Aufwertung“, findet Christina Hobeck, „und eine wunderschöne Kulisse: Start mit dem Rathaus-Eingang im Hintergrund.“ Erzieherin Hobeck ist mit Florian Heinecke verantwortlich für die Laufgruppe der Kita, seit zehn Jahren schon: „Eindeutig ein Jahreshöhepunkt“, weiß die sportliche Kita- Frau.

Auch Maria Aust, seit drei Jahren die Leiterin der Einrichtung, ist begeistert über das Lauf-Engagement ihrer Kita-Kinder, dem Familientag sind einige Trainingstermine vorgeschaltet. „Ich bin stolz, dass so viele Eltern Ja sagen zu dem Start beim Familientag“, sagt Aust und erzählt, dass „sich Kinder, Eltern und Mitarbeiter am Familientag in der Levester Straße treffen, um gemeinsam mit der Stadtbahn zum Rathaus zu fahren.“ Weil auch Sprachheilkinder dabei sind, „ist das gelebte Integration“. Und überhaupt ist die Teilnahme am Familientag „gelebtes und geliebtes Ritual“. Hobeck ergänzt, dass „sogar noch ein bisschen Verkehrserziehung dabei ist. Wir müssen schließlich gut hin- und gut wieder zurückkommen.“

Die Kita Levester Straße gehört zum Verbund der AWO, die in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiert: der Wohlfahrtsverband macht seit 20 Jahren unter dem Motto „AWO gegen Ausgrenzung – unsere Sprache ist Integration“ mit. 559 Kinder sind bei den nun sechs Kinderläufen (siehe auch Beitrag auf Seite 3) dabei, alle in einheitlichem T-Shirt unterwegs, zum 20. Geburtstag in dunklem Petrol. „Mit unserem Motto setzen wir als AWO ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für mehr Toleranz“, sagt Dirk von der Osten, stellvertretender AWOGeschäftsführer, selbst Hobbyläufer und Mitorganisator der Aktion „AWO rennt“. Das Thema sei nach wie vor aktuell. „Sport hebt die Grenzen zwischen politischen, konfessionellen und ethnischen Zugehörigkeiten auf“, betont AWO-Geschäftsführer Burkhard Teuber. Alle fühlten sich durch die Aktion miteinander verbunden. Teuber: „Wir erleben jedes Jahr wieder eine tolle Atmosphäre.“

Marathon-Chefin Stefanie Eichel freut sich schon auf den AWO-Fototermin am Sonnabend um 14.30 Uhr. Dann stehen alle 559 Kinder gemeinsam auf der Rathaustreppe: „Eines der schönsten Bilder des Wochenendes.“

DAN