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Viele Kinder zeigen gern, was sie wissen oder können. Auch wenn sich daraus eine notorische Rechthaberei entwickelt, sollten Eltern damit zunächst gelassen umgehen.

Viele Kinder zeigen gern, was sie wissen oder können. Auch wenn sich daraus eine notorische Rechthaberei entwickelt, sollten Eltern damit zunächst gelassen umgehen. © Franziska Kraufmann/dpa

Familie

Besserwisserisches Verhalten legen Kinder oft von selbst ab

Die Erde ist keine Kugel, sondern ein Rotationsellipsoid - mit solchem Wissen geben Kinder gern mal an. Manche lassen sogar kaum eine Gelegenheit aus, andere zu verbessern. Wie gehen Eltern damit am besten um?

Fürth. Besserwisserisch. Altklug. Manche Kinder geben schon mit drei oder vier Jahren anderen gegenüber den Ton an. Eltern haben dann häufig die Sorge, dass sich ihr Nachwuchs mit diesem Verhalten ausgrenzt und keiner mehr mit ihm spielen möchte.

"Das ist oft eine sehr erwachsene Sicht auf die Dinge, weil man weiß, wie sehr einen Besserwisser nerven", sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Kinder störe das mitunter gar nicht. Und oft lernten die Kleinen im Umgang miteinander ganz von selbst, mit welchem Verhalten sie anecken.

Wird das Kind aber tatsächlich wegen seiner Schlaumeierei ausgegrenzt, sollten Eltern und Erzieher eingreifen. "Am besten erklärt man, dass nicht jeder will, dass man ihm hilft. Und dass es auch andere Wege gibt, als einem selbst einfallen", sagt Ritzer-Sachs. Mit etwas älteren Kindern könne man vielleicht einüben, dass sie andere erst einmal fragen, bevor sie ihre Lösung herausposaunen, zum Beispiel: "Ich habe eine Idee, darf ich dir das sagen?" - und es dann auch akzeptieren, wenn der andere "Nein" sagt.

Und auch, wenn das viele Eltern nicht gerne hören: Häufig spielen Kinder das nach, was sie zu Hause beobachten. "Gerade im Kindergartenalter sind Eltern die wichtigsten Vorbilder. Und Eltern von Besserwisserkindern sind eben selbst oft Besserwisser."

dpa


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