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Restauranttests Zu Gast in der neuen Alten Hahnenburg
Mehr Essen & Trinken Restauranttests Zu Gast in der neuen Alten Hahnenburg
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17:23 21.11.2018
GANS LECKER: Angela Romeo (23) serviert in der „Alten Hahnenburg“ Gänsekeule mit Kartoffelklößen und Rotkohl. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

 Ambiente: Es ist schön, in die „Alte Hahnenburg“ zu kommen. Der Vorraum ist mit antiken Anrichten, einer Etagere mit Gläsern, frischen Blumen und einem Weinregal dekoriert. Links geht es in den geräumigen Wintergarten, für uns wurde ein Tisch in dem gemütlichen Speiseraum auf der rechten Seite reserviert. Der rustikale Fachwerkstil des Traditionslokals wird durch wunderschöne Lampen, frische Rosen, eine offene Theke und bunte Gemälde angenehm modern ergänzt. Hier fühlen wir uns wohl.

Service: Wir werden freundlich umsorgt, nur manchmal fehlt die letzte Aufmerksamkeit. Weil wir Rippchen bestellen, bekommen wir vorab ein interessantes Gedeck an den Tisch geliefert: eine Karaffe Wasser mit einer Art Pille, die in einem Schälchen liegt. Auf Nachfrage erfahren wir, dass es ein „Zauberhandtuch“ ist, das sich entfaltet, wenn man Wasser darauf gießt. Ein witziges Gimmick und ein guter Service – der erklärt werden will. Zudem wirken die Kellnerinnen mitunter etwas hektisch. Wegen der Messe Euro-Tier herrscht zwar viel Betrieb, ausgebucht ist die „Alte Hahnenburg“ an diesem Abend aber nicht.

Die Alte Hahnenburg Quelle: Nancy Heusel

Essen & Trinken: Vorab spendiert die Küche Blätterteigröllchen mit einem sahnigen Kräuterquark. Die Saisonkarte macht Lust auf die klare Kartoffelsuppe „Harz und Heide“ (4,50 Euro). Die ist so kochend heiß, wie es sich für die Jahreszeit gehört, und begeistert uns mit den herbstlichen Aromen von Lauch, Kartoffeln, Speck und Pfifferling. Auch, dass das Gemüse noch einen schönen Biss hat, freut uns. Dazu gibt es fluffiges Weißbrot, das mit einem Tütchen im Korb geliefert wird. Darin kann man ein paar Euro für die Bürgerstiftung Hannover versenken, die damit bedürftigen Menschen hilft. Schöne Aktion.

Ebenfalls von der Saisonkarte soll es die Gänsekeule mit gefülltem Bratapfel, Rotkohl und Kartoffelklößen (19,90 Euro) sein. Die Keule ist außen schön kross, das Fleisch zart und saftig. Allerdings wird es Richtung Knochen etwas fest. Der Rotkohl ist nicht zu mild und nicht zu herb, eine tolle aromatische Balance. Die drei Kartoffelklöße haben eine ideale Konsistenz, der mit Preiselbeeren gefüllte Bratapfel und die sämige Sauce lassen uns wohlig seufzen. Alles in allem: Oh, die schöne Schlemmerzeit!

Gänsekeule mit gefülltem Bratapfel, Rotkohl und Kartoffelklößen Quelle: Nancy Heusel

Ein Klassiker in der Alten Hahnenburg sind die knusprigen Rippchen vom Holzkohlegrill, die es in drei Portionsgrößen gibt. Zu der mittleren Portion (14,50 Euro) wählen wir die Rosmarinkartoffeln (vier Euro) von der umfangreichen Beilagenkarte. Vier ordentliche Rippenstücke kommen mit zwei Dips an den Tisch. Das Fleisch ist gut gegrillt, außen kross und innen zart. Allein: Uns sind Rippchen mit mehr Kräuteraroma lieber – das gleichen auch die zwei scharfen Saucen nicht aus.

Von den offenen Rotweinen bestellen wir die beiden günstigsten und stellen fest, dass der runde Cabernet Sauvignon (0,2 für 4,50 Euro) mehr Tiefe hat als der ordentliche Merlot/Cabernet (fünf Euro).

Fazit: Schön, dass die „Alte Hahnenburg“ wieder da ist. Vor allem Fleischfans werden hier (fast) rundum glücklich.

Alte Hahnenburg, Bemeroder Straße 63, 30559 Hannover

Telefon: 0511/526200

Öffnungszeiten: Täglich 11.30 Uhr bis 22 Uhr.

www.alte-hahnenburg.com

Von Julia Braun

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