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ZURÜCK ZUR NATUR: Bei schönem Wetter können Gäste einen Abend am Wülfeler Anglerteich erleben – so schön ist das Ambiente im Teichhûs von Chef Maximilian Schröer.© Wilde

Gehobene Küche

Teichhus: Die köstliche Oase am Wasser

Der Chef lernte bei Ekkehard Reimann, und das merkt man den Gerichten des erst 25-jährigen Maximilian Schröer auch an. Im Teichh û s an der Wilkenburger Straße können Sie einen genussvollen Abend verbringen.

★ Ambiente: Außen unscheinbarer 70er-Jahre-Holzflachbau, innen urgemütlich mit Blick auf die Masch: Das Restaurant Teichhûs (vormals Wülfeler Teichterrassen) ist eigentlich die Klubgaststätte eines Anglervereins, daran erinnern aber nur eine Vitrinenwand mit vielen Pokalen und ein Hechtkopf mit Angel an der Wand schräg gegenüber. Sonst hat der kleine Speiseraum mit seinen 45 Sitzplätzen den urigen Charme einer skandinavischen Blockhütte. Fachwerkbalken trennen einen hinteren Bereich ab, in dem sich noch ein Kaminnachbau samt Korbsessel befinden – behaglich. Auf der Terrasse stehen drei Strandkörbe, Platz ist insgesamt für 51 Gäste.

★ Publikum: Am Nachbartisch tafelt eine größere Gesellschaft, sonst stärken sich an verschiedenen Tischen offenbar Sonntagsspaziergänger nach einer Runde durch die Feldmark.

★ Service: Flott kommt eine junge Bedienung an unseren Tisch, kurz nachdem wir uns hingesetzt haben. Als wir nach vegetarischen Gerichten fragen, ist es mit der Beweglichkeit leider vorbei. Nach diversen Vorschlägen kommen wir endlich überein, einen Beilagensalat als Vorspeise zu nehmen und „Gemüsevariationen“ zum Hauptgang – serviert bekommen wir dann aber nur Bratkartoffeln mit Wirsinggemüse. Hier hätten wir uns mehr Fantasie gewünscht. Dafür freuen wir uns über einen kleinen Gruß aus der Küche: cremigen Kräuterquark mit Graubrot. Der Korb mit dem (warmen) Brot wird zu den Vorspeisen später aufgefüllt – aufmerksam.

★ Essen und Trinken: Chef vom Teichhûs ist der 25-jährige Maximilian Schröer – sein erstes eigenes Restaurant. Schröer lernte sein Handwerk bei Ekkehard Reimann im Feinschmeckerlokal Clichy, inspiriert ist die Küche des jungen Chefs aber eher von Reimanns Eck und vom Röhrbein – Schröer kocht bodenständig-traditionell mit Tendenz zu gehobeneren Ansprüchen.

Wir starten mit einem klassischen Beilagensalat (zwei Euro) und freuen uns über die Frische des Gartengemüses und das gut abgeschmeckte Kräuter-Dressing. Die Gulaschsuppe (4,50 Euro) ist eher etwas für herbstliche Tage, wir aber mögen es kräftig und sind mit dem pikanten Aroma sehr glücklich. In der Suppe sind reichlich Kartoffeln, Paprika und schön weich gekochten Rindfleischstücke – handwerklich einwandfrei.

Abgesehen von der Enttäuschung bei der Zusammenstellung der „Gemüsevariation“ (7,50 Euro) gibt es am cremig-verfeinerten Rahmwirsing und den goldgelben Bratkartoffeln nichts zu beanstanden.

Schlicht hervorragend gelingt der Küche das Argentinische Rumpsteak (18,50 Euro) mit den Beilagen Pommes und Salat, der in einem Weckglas in Mini-Sturzform serviert wird. Das auf den Punkt medium zubereitete Fleisch ist zart, die helle, sämige Pfeffersauce so abgeschmeckt, dass sie zwar pikant ist, den Geschmack des Rumpsteaks aber nicht überlagert – gekonnt.

Zum Steak nehmen wir einen mittelkräftigen und leicht säurebetonten Grauburgunder (4,50 Euro), der uns ebenfalls voll zufriedenstellt.

Fazit: Mit seiner Küchenkunst wandelt Maximilian Schröer (noch) auf den Spuren seines bekannten Lehrmeisters – beileibe nicht das schlechteste Erfolgsrezept am Beginn einer Gastro-Laufbahn.

  • Für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Barrierefrei
  • bar, ec, Kreditkarten

Teichhus

Wilkenburger Straße 32

30519 Hannover

0511/89714893

www.teichhues.de

Hannover Wilkenburger Straße 32

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