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Restauranttests Neue Ideen aus dem Hause „Duke“
Mehr Essen & Trinken Restauranttests Neue Ideen aus dem Hause „Duke“
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16:53 27.11.2018
Der neue Hit? Neben Burgern serviert Felix Förster im neuen „Duke“ auch Poke Bowls. Quelle: Christian Behrens
Hannover

 Ambiente: Die gediegene Einrichtung des Vorgängers „Clichy“ ist einer originellen Umgebung im Industriestil gewichen. Die Atmosphäre in den drei Räumen verströmt etwas Handfestes und Rustikales – einem Burger-Restaurant durchaus angemessen. An den Wänden wechseln sich Backsteine, zum Teil verputzt, und eine schwarze Holzverkleidung ab. Das Licht kommt von kleineren Lampen oder Strahlern. Die Gestaltung des Gangs zu den Toiletten bedürfte hingegen noch einer Auffrischung. Die Aufkleber an der Eingangstür irritieren uns: Es sind Auszeichnungen, die das „Clichy“ vom Guide Michelin oder Feinschmecker in längst vergangenen Zeiten erhalten hatte – mit denen sich die Betreiber Felix Förster und Hakan Shanan sicher nicht schmücken wollen. Gäste essen hier und ziehen dann weiter – es sei denn, es läuft Fußball, den man auf einem großen Bildschirm über der Tür verfolgen kann.

Quelle: Christian Behrens

Service: Unser Kellner Marvin ist sehr bemüht, seine Tipps sind locker, freundlich und hilfreich. Als wir monieren, dass ein Burger nicht, wie bestellt, durchgebraten, sondern innen noch roh ist, bekommen wir anstandslos einen neuen. Nach weiteren Bestellwünschen werden wir allerdings nicht mehr gefragt. Die „Duke“-Kette wächst gegenwärtig so schnell (Lange Laube – demächst gibt es auch hier Poke Bowls, Niki-Passage, Limmerstraße, Raschplatz, Weißekreuzstraße), dass die Betreiber es nicht schaffen, den Internetauftritt zu aktualisieren. Felix Förster hat Besserung versprochen.

Essen & Trinken: Die „Duke“-Läden sind bislang für ihre Burger in der Stadt bekannt und beliebt. Standardmäßig gibt es hier in der Weißekreuzstraße 200 Gramm anstelle von 150 Gramm Fleisch – und die Beilagen immer einzeln, also nicht im Menü. Beim „Chili-Cheese-Burger (8,90 Euro) sind Jalapeños, Käse und Cheddar-Chester-Sauce sehr schön ausgewogen. Die angebratenen, karamellisierten Zwiebeln geben dem Gericht etwas Süßliches. „Juicy Lucy“ (9,50 Euro) ist mit mächtig Käse sehr nahrhaft, allerdings hätten wir uns einen deutlicheren Avocado-Geschmack gewünscht. Als das Hack beim zweiten Versuch gut durchgebraten ist, hat das Fleisch eine prima Röstnote. Grundsätzlich gilt für die Burger: Die Buns sind nicht bröselig, wie bei manchen anderen Burgerrestaurants in der Stadt, und lassen sich mit Dreieckstüte auch gut mit der Hand essen.

Burger im „Duke“ Quelle: Christian Behrens

Neu ist in dieser „Duke“-Filiale das Angebot an Poke-Bowls – Schüsseln, die mit Reis, Fisch, Gemüse oder Obst gefüllt sind. „Hannas Welt“ (11,50 Euro) ist mit Räucherlachs, Avocadocreme, Möhren, Salatgurke, Coleslaw, Granatapfelkernen, Kürbiskernkrokant und einer Pink-Wasabi-Marinade, die das alles gut verbindet, eine leckere Zusammenstellung. Aber „Hannas Welt“ gerät aus den Fugen, weil die Gewichtung nicht stimmt: zu viel Reis und zu wenig Toppings. Zum Ende hin bleibt fast nur Reis. Da hilft dann auch die selbst gemachte Zitronen-Ingwer-Limonade (0,5 Liter für 3,90 Euro), die etwas mehr Kohlensäure vertragen könnte, nur bedingt.

Die neuen Poke Bowls. Quelle: Christian Behrens

Fazit: Mit dem „Duke“ am Weißekreuzplatz möchten die Betreiber einen nächsten Schritt machen. Zu Burgern kommen Poke Bowls. Im Prinzip ein gutes Konzept, aber bei den Schüsseln muss die Küche nachbessern.

Duke, Weißekreuzstraße 31, 30161 Hannover

Telefon: 0511/38894666

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 12 bis 23 Uhr, Freitag und Sonnabend 12 bis Open End, Sonntag 12 bis 23 Uhr, Montag Ruhetag.

www.duke-burger.de

Von Sönke Lill

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