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Restauranttests Landhaus am See
Mehr Essen & Trinken Restauranttests Landhaus am See
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11:23 23.02.2011
Perfekter Gastgeber: Volker Lühmann vom „Landhaus am See”. Quelle: Rainer Dröse
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Ambiente
Das Landhaus liegt am Ufer des Berenbosteler Sees. Wer es betritt, fühlt sich wie in einem Wohnzimmer mit Wintergarten-Charakter: offener Kamin, Dielenfußboden, Bastkörbe. Auf jedem Tisch steht ein üppiger Kerzenleuchter, dazu kommen frische Frühlingsblumen. Nette Idee: Pflanzenkübel als Raumteiler.

Publikum
Wer das „Landhaus am See“ aufsucht, will sich verwöhnen lassen, Geschäfte abschließen, vielleicht auch ein Rendezvous genießen. Beliebt ist es auch als Ort für Familienfeiern. Allerdings sollte man dann schon einige Monate im Voraus planen. Das Publikum an diesem Abend ist international – es ist Messezeit. Eine Vorbestellung empfiehlt sich auch sonst: Die 60 Plätze sind oft schnell weg.

Service
Als wir das Lokal betreten, empfängt uns eine junge Dame und nimmt unsere Mäntel ab. Dann führt sie uns an den Platz und erkundigt sich höflich, ob wir vielleicht einen Aperitif möchten. Kurze Zeit später ist auch schon die Speisekarte da, dazu ein Körbchen mit warmem Brot und Kräuterbutter. Kurz nach unserer Bestellung noch ein „kleiner Gruß aus der Küche“: eine Ziegenkäse-Feigen-Lasagne mit Parmaschinken, dazu Feldsalat mit Balsamico – ein Traumstart. Später teilen wir uns Vor- und Nachspeise, jedes Mal kriegen wir einen zweiten Teller und ein weiteres Besteck mitgeliefert. Netter Service.

Essen & Trinken
Die Speisekarte bietet deutsche Küche mit mediterranem Einschlag. Als Vorspeise entscheiden wir uns für ein lauwarmes Kartoffel-Kaviar-Törtchen, dazu gibt es eine Auswahl Gemüse, Dill und Krabben (9,50 Euro). Das Törtchen schmeckt hervorragend, besonders angenehm mundet der Kaviar, den wir am Gaumen zerdrücken. Top-Auftakt.

Die halbe gebackene Wildente mit Ingwer-Honig-Sauce ist ein vorzügliches Hauptgericht, mit Wurzelgemüse und Kartoffelplätzchen als Beilagen (23,50 Euro). Die sehr gute Qualität des Fleisches zeigt sich daran, dass es sich leicht mit der Gabel vom Knochen ziehen lässt und die Kruste trotzdem schön kross ist. Die Ingwer-Honig-Sauce gibt dem Essen ein originelles Aroma.

Mit dem Zanderfilet in leichter Bratkruste (18,90 Euro) ist dem Haus ebenfalls ein Volltreffer geglückt. Rauchspeck-Charlottensauce, Blattspinat und Nusskartoffeln geben dem Gericht eine individuelle Note – schlicht hervorragend. Bei so einem Essen steht uns noch der Sinn nach einem Dessert, wir wählen eine Creme Brulée – und bekommen ein Kunstwerk. Ein feines Geflecht aus Zucker steckt darin, der Mangosalat kommt in einer groblöchrigen Schokoladenrolle. Ein höchst erfreulicher Abschluss. Auch bei der Weinauswahl liegen wir goldrichtig. Der Gavi, ein trockener italienischer Weißwein aus dem Piemont, ist fruchtig und aromatisch und ein hervorragender Begleiter zum Fisch. Der weiße Silvaner aus Deutschland mit seiner milden Säure ergänzt die gebratene Wildente prima.

Ist es das Geld wert?
Knapp 80 Euro für zwei Personen sind gewiss keine Kleinigkeit, dafür bekommt der Gast aber hervorragendes Essen in angenehmer Atmosphäre.

Fazit
Das Landhaus ist ein Restaurant für die besonderen Anlässe.

Besonderheiten

  • Für Kinder geeignet
  • Behindertengerecht
  • Bezahlung in bar und mit allen Kreditkarten möglich

Das „Landhaus am See“ in Garbsen im Branchenführer

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