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Restauranttests „Kilimanjaro“: Der scharfe Neuzugang von Linden
Mehr Essen & Trinken Restauranttests „Kilimanjaro“: Der scharfe Neuzugang von Linden
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00:16 19.05.2017
Karlo Dana Ly vom „Kilimanjaro“.  Quelle: Nancy Heusel

Ambiente
Inhaber Karlo Ly steht gerade in der Tür, als wir regennass eintreffen. „Habt ihr reserviert?“, fragt der 37-Jährige fast ängstlich. Auf unser„Ja“ reagiert er überaus erfreut: „Das ist gut. Das ist sehr gut.“ Es ist rappelvoll an diesem Wochen-end-Abend und wir verstehen schnell, was die Menschen hier mögen. Das frühere italienische Restaurant („Trattoria Da Giorgia“) ist in hellen, bunten Farben gestrichen und überaus liebevoll dekoriert. Vor den Fenstern stehen Holz-Giraffen, jede Stoff-Tischdecke ist anders bemustert, zwischen uns steht ein rotes Windlicht, neben uns liegt das Besteck fantasievoll eingeschlagen in eine Serviette. Afrikanische Musik schickt unsere Gedanken zurück in den Namibia-Urlaub Ende vergangenen Jahres, trotz des vollen Lokals hat Karlo Ly immer wieder Zeit für ein paar Worte. Kurzum: Wir fühlen uns richtig wohl hier!

Publikum
Das ist Linden. Jung und älter ist hier bunt gemischt, ein Ehepaar sitzt händchenhaltend vor drei Freundinnen, die vergnügt plaudern. Schräg gegenüber erblicke ich einen Mann mit Zopf, Pumphose und Sportschuhen neben einer Frau mit Latz-Jeans. Natürlich gibt es auch hier ein junges Paar, das sich nicht in die Augen, sondern auf seine Handys schaut. Ein lustiges Völkchen vergnügt sich im „Kilimanjaro“. Ganz wichtig: Am Wochenende unbedingt reservieren, Spontanbesuche sind Glücksache.

Service
Eine Servicekraft ist ausgefallen, Ly und ein deutscher Kollege flitzen bisweilen ein wenig hektisch zwischen den gut 40 Gästen hin und her. Da bleibt schon mal ein leergegessener Teller länger stehen, eine Bestellung kommt falsch an den Tisch oder auf der Rechnung taucht ein anderes Gericht auf als bestellt und gegessen. Das gleichen die freundlichen Männer aber durch ihren Charme spielend aus, und bei uns sind die Servicezeiten völlig okay. Getränke kommen nach fünf, die Vorspeise nach zehn, die Hauptgerichte nach 40 Minuten.

Essen und Trinken
Die Speisekarte ist nicht zu groß und schnell durchforstet: fünf Vorspeisen, drei Desserts, drei vegetarische und ein rein pflanzliches Gericht mit Namen „Willkommen Veganer“. 13 Hauptspeisen gibt es, vom Eintopf für 12,30 bis zum Zebra-Steak für 22,90 Euro. Auf der Titelseite der Speisekarte steht der herzerwärmende Satz „Schön, dass du da bist!“

Wir wählen vorab „Best of Kili Fingerfood Fisch“ für 7,20 Euro und sind begeistert von den vier kleinen, feinen Fisch-Buletten, den zwei scharf gewürzten Thunfisch-Teigtaschen und dem kleinen Salat. Nett angerichtet und ein schmackhafter Starter, für den wir gerne die Gläser (0,4 Liter Gilde für 3,10 und ein aromatisches 0,2-Liter-Glas Shiraz für 5,20 Euro) heben. Meine Frau entscheidet sich für ein Hähnchenbrustfilet in Erdnussbuttersauce mit Maniok, Karotten, Kartoffel und Couscous, gereicht in einer Schüssel und auf einem Teller (13,50 Euro). Die reichliche Portion ist gut abgeschmeckt. Das gilt auch für meinen Eintopf aus Kohl, Karotten, Auberginen, Kartoffeln und Hackfleisch. Das Gericht ist ein Gedicht, allerdings: Die Schärfe muss man abkönnen.

Fazit
Der Senegal ist kulinarisch in Linden angekommen, das „Kilimanjaro“ bereichert den quirligen Stadtteil. Ein Restaurant zum Wohlfühlen, mit herzlichem Service und exotischer Küche. Unbedingt vorbestellen, die Falkenstraße 24 wird auch in Zukunft nicht nur Lindener anziehen.

  • Für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Kein Raucherzimmer
  • Barrierefrei? Nein, zum Toilettenbereich führen Stufen
  • Nur Barzahlung

Kilimanjaro
Falkenstraße 24
30449 Hannover
0173/5792570

restaurant.kilimanjaro-hannover.de

Von Christoph Dannowski

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