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Restauranttests „Große Mauer“: Dieser Chinese hat Tradition
Mehr Essen & Trinken Restauranttests „Große Mauer“: Dieser Chinese hat Tradition
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00:19 19.10.2018
GROSSE PORTIONEN: Betreiber Ming Sun und Mitarbeiterin Haili Ye servieren gute chinesische Küche. Quelle: Christian Behrens

Ambiente

Das nennt man wohl ein klassisches China-Restaurant. Dunkles Holz dominiert die Wände im Lokal „Große Mauer“. In die holzvertäfelte Decke sind beleuchtete Glasmalereien eingelassen, die Motive von Frauen in traditionellen Gewändern, Landschaften oder Tieren zeigen. Die Durchgänge zwischen den vier Gasträumen werden von Schnitzereien geschmückt, an den Wänden hängen Bilder, darunter auch eines der Namensgeberin des Restaurants: der chinesischen Mauer. Im Kontrast zu den dunklen Wänden sind die Tischdecken und Decken in hellen Tönen gehalten. Insgesamt vermittelt das Restaurant, das sich seit 1996 eine große Stammkundschaft aufgebaut hat, eine gemütliche Atmosphäre.

Service

Für Chef Ming Sun ist das Wichtigste, seine Gäste zufrieden zu stellen – das gelingt. Wir werden freundlich empfangen und an unseren reservierten Tisch begleitet. Die Angestellten im Service sind zuvorkommend und haben die Tische im Blick. Es scheint selbstverständlich zu sein, dass Gäste gefragt werden, ob sie Essen, das sie nicht geschafft haben, mitnehmen wollen.

Essen & Trinken

Nach einem fruchtigen Begrüßungstrunk aufs Haus bestellen wir einen Querschnitt aus der umfangreichen Karte (mehr als 100 Gerichte) – zu allen Speisen wird uns Reis gereicht.

Der Sonnenaufgangs-Feuertopf („Rou Xia Huo Guo“ für 14,50 Euro) ist ein Essen, das in China zu besonderen Anlässen zubereitet wird. Es zeichnet sich durch drei Fleischsorten (Ente, Schwein, Hähnchen), Garnelen und Gemüse aus – lecker, und für jeden ist etwas dabei. In der Karte steht „chinesisch-scharf“, gemeint ist aber eher europäisch scharf, wie uns Betreiber Ming Sun versichert. Wer es schärfer haben will, sollte dies bei der Bestellung anmerken.

Unser Favorit ist das Ti-Pan-Gericht mit Rindfleisch nach Gong-Pao-Art mit Gemüse und Cashewkernen (13,50 Euro). Noch brodelnd kommt das hauchdünn geschnittene und zarte Rind auf einer gusseisernen Platte auf den Tisch. Die Sojasauce ist kräftig und (für unseren Geschmack) scharf, das Gemüse frisch, die Cashewkerne knackig.

Das mildere Chop Suey (9,50 Euro) mit Hähnchenbrustfilet, Sojasauce und Gemüse (Paprika, Champignons, Bambus und Möhren) ist ein solider Klassiker. Die Hähnchenbrust mit Curry-Kokossauce (10,20 Euro) überzeugt uns in der chinesischen Variante weniger als ein Thai-Curry. Ihm fehlt das Cremige, dafür dominiert Kurkuma das Gericht.

Fazit

Die große Anzahl der Stammgäste ist der Beweis: Für das China-Restaurant „Große Mauer“ lohnt es sich, nach Groß-Buchholz zu fahren.

Für Kinder geeignet
Hunde willkommen
Kein veganes Gericht
Kein Raucherzimmer
Nicht barrierefrei
Barzahlung, EC, Kreditkarte

Große Mauer
Silberstraße 4
30655 Hannover

0511/54 78 595

www.grosse-mauer-hannover.de

Öffnungzeiten: Dienstag bis Sonntag 11.30 bis 15 Uhr und 17.30 bis 23 Uhr. Montag Ruhetag.

Von Sönke Lill

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