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Restauranttests Bei Mutter Buermann fühlen wir uns wohl
Mehr Essen & Trinken Restauranttests Bei Mutter Buermann fühlen wir uns wohl
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00:19 21.09.2018
1628 wurde das Gasthaus erstmals urkundlich erwähnt, Stefan Nacke leitet es unter dem Namen „Mutter Buermann“ seit 23 Jahren. Quelle: Michael Wallmüller

 

Ambiente
Seit vielen Jahren fahren wir einmal die Woche an diesem Lokal vorbei, auf dem Weg von unserem Haus in Ricklingen zum Lebensmitteleinkauf in Hemmingen. Noch nie haben wir angehalten vor dem Gebäude, in dem Mutter Buermann ab 1911 als Wirtin wirkte. Am zweiten September-Sonntag fahren wir extra hin und fühlen uns sofort wohl im Gastraum für 35 Personen, den das Ehepaar Nacke als Mix aus Tradition (halbhohe Holzvertäfelungen an den Wänden, Pendelleuchten mit Glühbirnen) und Moderne (Mineralputz und zeitgenössische Kunst) gestaltet hat.

Kultig: Mutter Beurmann in Devese. Quelle: Michael Wallmüller

Service
Begrüßt werden wir von Beate Nacke, die das „Mutter Buermann“ mit Ehemann Stefan seit 1995 betreibt, bedient von einer jungen Frau mit karibischem Teint, die freundlich und zugewandt ist und wunderschön schmunzeln kann. Alle sieben Tische des Raumes sind belegt (Reservierung empfohlen), auch in der zweiten Stube sitzen Gäste. Zumeist Reisende und Geschäftsleute – „Mutter Buermann“ ist auch ein kleines Hotel. Trotz des gut besuchten Lokals ist der Service der dreiköpfigen Küchencrew flott. Die Vorspeisen sind nach zehn Minuten, die Hauptgerichte nach 45 Minuten da, der Beilagensalat zum Schnitzel kommt zwischendurch.

Essen und Trinken
Die Karte ist durchaus nicht typisch für ein Landgasthaus. Wir finden Steinpilzravioli auf zweierlei Art (auch vegetarisch), Forellenfilets, Kalbsleberscheiben und geflämmte Vanillecreme. Aber es gibt auch Klassiker wie Currywurst, Rindsroulade, Wurst-Käsesalat und Sülze. „Mutter Buermann“ ist für Aktionen bekannt, im September gibt es bayrische Wochen. Wir beginnen deshalb mit der Griesnockerl-Suppe von der Aktionskarte (4,50 Euro) und dem Salat „Mutter Buermanns Pikanter“ (6,50 Euro). Die klare Suppe mit drei Nockerl ist heiß, lecker, deftig und gut gewürzt. Der Mix aus Blattsalaten mit einem Knoblauch-Senf-Dressing, Landschinken, Paranüssen, gehobeltem Hartkäse und geröstetem Weißbrot überzeugt ebenso. Und ist eine beachtliche Portion, die im Schiffchen gereicht wird.

Gemütlich: Gaststube bei Mutter Buermann. Quelle: Michael Wallmüller

Meine Frau ist Knödel-Fan und gespannt auf den Semmelknödelauflauf der bayrischen Wochen (9,50). Der gewaltige und mit Kräutern gespickte Knödel schwimmt in einer Rahmsauce mit verschiedenen Pilzen. Fein gemacht, so zünftig muss Oktoberfest schmecken. Auch an Buermanns Schnitzel (13,90) ist nichts auszusetzen. Auf den Tisch kommen zwei panierte Schweineschnitzel mit gewürfelten Bratkartoffeln samt Zwiebeln und Speck plus einem bunten Salat (Krautsalat, Möhrenscheiben, Tomaten, Pilze). Die Panade ist nicht zu dunkel, die Bratkartoffeln sind nicht zu fettig, beide Hauptgerichte machen satt und Spaß.

Fazit
Bei „Mutter Buermann“ gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne nicht nur im Gastraum, sondern auch in der Küche. Bei den Nackes wird handwerklich hervorragend gekocht, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist prima. Dafür ist der Weg nach Devese nicht zu weit, als Belohnung gibt es Parkplätze vor der Tür und die Gewissheit, dass die Gastronomie hier Geschichte atmet. Das Gasthaus wurde als „Krug“ 1628 erstmals erwähnt.

  • Für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Kein veganes Gericht
  • Kein Raucherzimmer
  • Nicht barrierefrei
  • Barzahlung, EC, Kreditkarten von Visa und Mastercard

Mutter Buermann
Stadtweg 1
30966 Hemmingen

0511/42 75 17

www.mutter-buermann.de

Öffnungzeiten: Mittwoch bis Sonntag zwölf bis 14 und ab 17 Uhr.

Von Christoph Dannowski

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